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Tierschutznews und Aktuelles 2011/2012

Die Termine für Veranstaltungen 2011 finden sie unter diesem link:


Gassigehzeiten:

Dienstag und Donnerstag, sowie Freitag und Samstag jeweils 10-11 Uhr

Seit September 2010 finden Schulungen für "Gassigeher" im Tierheim Rottach-Egern statt. Alle die einen Hund des Tierheims ausführen möchten sind zu dieser kostenfreien Schulung herzlich eingeladen. In Zukunft sollen alle unsere Gassigeher gewisse Grundkenntnisse erlernen, um Problemen vorbeugen zu können.

Der kostenfreie Kurs wird von Kerstin Lühr und Stephanie Lang von Langen abgehalten: www.soul-of-dog-team.de

Eine vorherige telefonische Anmeldung im Tierheim für den Besuch der Schulung ist sehr erwünscht!


Wenn Sie verletzte oder kranke Tiere finden, dann sollten Sie sich unbedingt an einen der Tierärzte des Landkreises Miesbach wenden. Einige der Tierärzte sind 24 Stunden erreichbar.

Hier gehts zum aktuellen Notdienstplan der Tierärzte des Landkreises Miesbach.


30.01.12

Die Winterfütterung für Rot-und Rehwild

Die Fütterung für Rot- und Rehwild während der Notzeit ist nicht nur gesetzlich geregelt, sie sollte eine Selbstverständlichkeit für alle Revierinhaber und Jagdpächter sein. Sie dient nicht nur der Schadensbekämpfung durch Rot-und Rehwild, sondern auch dem aktiven Tierschutz in Zeiten, in denen das Wild auf die Hilfe von Jägern und Förstern angewiesen ist. Freizeitsport, Erholungssuchende, Land-u. Forstwirtschaft beschränken den Lebensraum des Rotwildes. Die großen Wanderrouten des Rotwilds vom Hochgebirge ins Flachland wurden durch Straßen, Autobahnen und Siedlungen verbaut. Um dem Rot-u. Rehwild das Überwintern im Gebirge zu ermöglichen wurden die Rot-und Rehwildfütterungen eingerichtet.

Mehr lesen...

http://www.jagdagenda21.eu/


18.01.12

Ziegendrama am Kühzagl

Bei unserem Tierheimleiter, Markus Glanz, wurde eine Meldung von Familie Kieninger aus Neuhaus getätigt , dass sich mehrere Ziegen ohne Futter und ordentlichen Unterstand , also völlig unversorgt, auf dem Kühzagl befinden. Die Familie hatte bereits von der Schliersee-Seite einen Tiertransporter abgestellt , um die Tiere wenigstens mit Heu zu versorgen.

Am 29.12.2011 fuhren die Mitarbeiterinnen des Tierheims, Manuela Hefele und Uschi Meyer mit Lebensgefährten Robert Prem (Berufsjäger aus Tirol), mit Kraftfutter, Heu und Stricken auf den Kühzagl. Durch die umsichtige Soforthilfe der Familie Kieninger aus Neuhaus waren vier Ziegen an der „Futterstelle“, konnten sofort eingefangen und im Transporter angebunden werden.


Manuela Hefele und Uschi Meyer bei einigen verendeten Ziegen

Da es sich lt. Aussage um mehrere (ca. 20 Ziegen) handeln sollte, wurde die Umgebung abgesucht. Aus dem Bodensitz eines Jägers liefen, völlig verwahrlost und dünn, zwei Ziegen raus. Im Bodensitz selbst wurden drei, bereits verendete, Ziegen gefunden. Zwischen und auf den toten Tieren lagen drei lebende Tiere. Auch diese drei Tiere konnten gerettet werden. Beim Suchen in der näheren Umgebung wurden noch weitere tote Tiere entdeckt.


Uschi Meyer bei den Überresten einer weiteren Ziege

Eine noch lebende Ziege wurde zum Transporter gebracht , notversorgt, leider war dieses Tier zu schwach und verstarb nach einigen Minuten.


Robert Prem beim Abtransport einer noch lebenden Ziege, die dann geschwächt verstarb

Tierheim-Mitarbeiterin Uschi Meyer fuhr zum Besitzer der Tiere, einem Landwirt aus Rottach-Egern, und bekam auf Anfrage die Tiere sofort an den Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V. überschrieben, da die Tiere vom Landratsamt MB bereits zum Abschuss freigegeben worden waren. Lt. Aussage des Landwirts, wäre keine Zeit, die Tiere zu scheu und das Gelände zu gefährlich zum Einfangen gewesen!

Am 30.12.2011 wurde von Johanna Kieninger nochmals eine Ziege eingefangen, diese war bereits sehr geschwächt und musste von Uschi Meyer (Tierheim-Mitarbeiterin) auf Grund der hohen Schneelage ins Tal getragen werden! Bis dahin konnten zehn Ziegen (es wurden noch zwei Tiere von Familie Kieninger eingefangen), im „Reiterhof Brandstatthof e.V.“ untergebracht und versorgt werden.

Der Reiterhof bot spontan und unbürokratisch sofort Hilfe an! Familie Kieninger nahm zwischenzeitlich mit dem Forstamt Kontakt auf , um den Abschuss der Tiere zu verhindern. Uschi Meyer sprach kurz danach mit Herrn Pratsch vom Forstamt und informierte ihn, dass fast alle Tiere eingefangen werden konnten.

Da vermutet wurde, dass noch ein Tier oben war, wurde bis zum 10.1.2012 regelmäßig Heu, unter anderem mit freundlicher Hilfe der Rottacher Bergwacht, raufgefahren. Am 11.1.2012 konnte die letzte Ziege gerettet werden. Da es schon sehr spät am Abend war, durfte das Tier seine erste Nacht im sicheren Tierheim verbringen. Es wurden nun elf Tiere gerettet! Acht verhungerte und erfrorene Tiere wurden gezählt!

Die Mitarbeiter des Tierheims und die Vorstandschaft des Tierschutzvereins Tegernseer Tal e.V. sind schockiert, dass in unserer Gegend eine solche Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit, was Tierhaltung betrifft, möglich ist. Gegen den Besitzer wurde Anzeige erstattet.

Herzlichst bedanken möchte sich der Verein bei Familie Kieninger aus Neuhaus, beim gemeinnützigen Verein Reiterhof Brandstatthof e.V. , beim Forstamt Schliersee, zuständig Herr Pratsch, bei der Bergwacht Rottach-Egern, hier Herr Martin Stumpf, und den Helfern, die Kälte, Schnee und viel Freizeit für diese einmalige Rettungsaktion auf sich genommen haben!


Die überlebenden Ziegen in ihrem vorrübergehendem Quartier beim Brandstatthof

Für mich persönlich und auch alle involvierten Tierschützer stellt sich die Frage, was wäre gewesen, wenn der Wolf, falls er noch leben würde…., auch nur eine Ziege gerissen hätte!

Johanna Ecker-Schotte


17.01.12

Katzenhilfefond ab 2012 für den Landkreis Miesbach

Ausgangssituation/ Die Kastration der Katze
Die Problematik der nicht mehr kontrollierbaren Katzenpopulation ist bundesweit bekannt und hat teilweise schwere Folgen, wenn diese Tiere sich selbst überlassen werden und sich somit unkontrolliert fortpflanzen können. Wir sind nun in der Lage, im gesamten Landkreis Miesbach Kastrationen für herrenlose Katzen zu ermöglichen. Die Kastration ist der wichtigste Schritt um eine Überpopulation zu vermeiden. Nur wenige wissen, dass eine Kätzin 2-3 Mal jährlich Nachwuchs bekommen kann. Nimmt man der Kätzin die Welpen weg, sucht diese oft tagelang nach ihnen. Zudem können sich am Gesäuge der Kätzin Tumore bilden, der Milchstau ist überdies sehr schmerzhaft. Bei der Kastration werden der Katze die Eierstöcke und dem Kater die Hoden entfernt. Bei der Sterilisation werden lediglich die Eileiter durchtrennt. Sterilisationen werden kaum mehr durchgeführt, da die Kätzin trotzdem regelmäßig rollig wird und die Gefahr einer Gebärmutterentzündung besteht. Auch Kater sollten kastriert werden. Durch das Setzen von Duftnoten (übel riechender Harn) machen sich unkastrierte Kater nicht gerade beliebt. Kämpfe zwischen rivalisierenden Katern führen häufig zu gefährlichen Verletzungen. Wund-Abszesse, die nicht behandelt werden, können zum Tod des Katers führen. Außerdem hat ein unkastrierter Kater einen "Wirkungskreis" von bis zu 8 km.

Ablauf
Wenn Sie eine herrenlose Katze gefunden haben und sich vergewissern konnten, dass das Tier wirklich keinen Besitzer hat, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Tierheim Rottach-Egern auf. Dort wird dann im gemeinsamen Dialog jeder Einzelfall analysiert und die entsprechenden Entscheidungen getroffen. Das Tierheim verleiht gegen Kaution spezielle Lebendfallen und erklärt deren Handhabung. Die Lebendfallen müssen im Tierheim selbst abgeholt und auch wieder zurückgegeben werden. Die Falle sollte ständig kontrolliert werden und falls einmal ein Wildtier in die Falle gerät, dieses wieder in die Freiheit entlassen werden. Nach dem erfolgreichem Einfangen der Katze, kann diese dann bei dem Tierarzt vor Ort nach Terminabsprache abgegeben werden. Nach der Kastration muss die Katze dann beim Tierarzt abgeholt und an der Fundstelle wieder freigelassen werden.

Die Mitarbeiter des Tierheims können diese Tiere aus Zeit- und Kostengründen nicht abholen.

Warum sollten frei lebende Katzen kastriert werden?
Die Kastration der Katze hilft Leid und Elend zu vermeiden! Es gibt unzählige frei lebende, herrenlose Katzen im Miesbacher Landkreis, in Deutschland ca. 250.000 heimatlose, umher streunende Katzen. Viele dieser zum Teil halbwilden Tiere werden oft überfahren oder sterben an Krankheiten. Eine Katze kann bis zu 3 Mal im Jahr Junge bekommen, im ganzen Leben theoretisch bis zu 200 Katzenbabys! Viele dieser Jungtiere werden auch von Menschen getötet, obwohl dies strafbar ist! Es handelt sich dabei nicht etwa um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat. Dies kann entsprechend des Tierschutzgesetzes mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Die wichtigsten Vorteile der Kastration auf einen Blick:
Keine Rolligkeitssymptome, keine übel riechenden Markierungen, ein geringeres Bedürfnis zu streunen, weniger Aggressionen, mitunter stärkere Menschenbezogenheit, kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumore oder Gebärmutterentzündungen bei der weiblichen Katze sowie Prostatakrebs beim Kater. Deutlich geringeres Risiko der Infektion mit FeLV (= Leukose) oder FIV (= Katzenaids) durch den Wegfall von Paarungsbissen und Katerkämpfen, doppelt so hohe Lebenserwartung, kein Zuwachs ungewollter Katzenkinder, für die man kein Zuhause findet.

Durch die Kastration bleibt unzähligen Katzenkindern sehr viel Leid und Grausamkeit erspart.

Ausnahmen:
In seltenen Fällen werden wir auch versuchen, solchen Menschen zu helfen, die aus finanzieller Not heraus die Kastration der eigenen Katze nicht selbst bezahlen können. Hierfür haben wir ein Bedürftigkeitsformular entwickelt, welches auf der Website des Tierheims zum Download bereits steht. Nachdem das Formular ausgefüllt wurde, muss es an das Tierheim gefaxt oder via Post geschickt werden. Dort wird dann über die weitere Vorgehensweise entschieden.

Bedürftigkeitsformular zum downloaden (bitte klicken)

Das Veterinäramt wie auch die Tierärzte im Landkreis Miesbach sind von dieser Aktion in Kenntnis gesetzt worden.

Allgemeine Informationen über Katzen
Katzen haben sich vor langer Zeit dem Menschen angeschlossen, weil ihnen dieser Futter und Wärme bot. Im Gegenzug dienen sie dem Menschen durch das Fangen von Mäusen, Ratten und Ungeziefer und haben ihn so vor Seuchen und Plagen bewahrt. Wer sich als Tierfreund sieht, sollte daher auch auf die Bedürfnisse der Katze eingehen. Insbesondere auf landwirtschaftlichen Anwesen ist die Katze ein unverzichtbarer Helfer.

Die Tiere fangen Mäuse und Ratten. Da die Nager Überträger von Krankheiten und Seuchen sein können und auch wirtschaftlichen Schaden anrichten, ist die Arbeit der Katzen sehr ernst zu nehmen. Sie sollten deshalb auch entsprechend betreut, geschätzt und sich nicht selbst überlassen werden. Die Tiere nicht ausreichend zu füttern oder medizinisch nicht zu versorgen ist verantwortungslos und unfair der Kreatur gegenüber. Schließlich erbringen die Katzen eine wichtige Leistung für den Menschen und daraus resultiert auch eine Fürsorgepflicht dem Tier gegenüber.

Das Projekt geht ab Februar 2012 an den Start und wird bis 2014 ausgedehnt werden. Durch die großzügige Unterstützung und Förderung der Kreissparkasse MB-TEG ist es dem Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V. und dem daran angeschlossenen Tierheim gelungen, diesen Katzenhilfefond zu gründen.

Wenn dieser Etat erschöpft ist, sind vorerst keine weiteren Aktionen möglich!

Wir bitten um die Mithilfe aller Tierfreunde bei dieser einmaligen Gelegenheit, die Katzenpopulation im Landkreis Miesbach positiv zu beeinflussen.

Nicht nur der Tierschutzverein - auch die Katzen sagen herzlich Danke!


17.01.12

"Ich trage Pelz, aber mein Pelz lebt!"
Eine Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern e.V

Auch in diesem Winter möchte der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern auf seine Anti-Pelz Kampagne: „Ich trage Pelz, aber mein Pelz lebt“ hinweisen.

Auch in diesem Jahr scheint es, dass „Pelzträger“ wieder vermehrt zu sehen sind. Ob als Mantel, Kragen, an Schlüsselanhängern oder an den Winterstiefeln, der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern lehnt jede Art von Pelz in der Mode ab.

Millionen Tiere werden für die Mode immer noch unter grausamen Bedingungen gehalten, gequält und getötet. Die meisten Menschen, die Pelz tragen, wissen das, sehen aber darüber hinweg. Inzwischen gelten „Pelzträger“, nicht nur unter den Tierschützern, oft als Peinlich und Dumm. Trotzdem gibt es vielerorts Menschen, denen das Leid der Tiere egal ist und die diese Qualen mit dem tragen des Pelzes unterstützen.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, möchte mit seiner Anti-Pelz Kampagne mit dem Titel: „Ich trage Pelz, aber mein Pelz lebt!“ auf freundliche Weise darauf aufmerksam machen, wie verantwortungslos wir Menschen uns den Tieren gegenüber verhalten, wenn wir den Handel mit Pelz durch das tragen von Mäntel usw. unterstützen.

Da viele „Pelzträger“ behaupten, sie wussten gar nicht, dass der Kragen am Mantel Echtpelz ist, fordern wir außerdem eine deutliche Kennzeichnungspflicht in der Mode, damit jeder den Unterschied zwischen einem „Echtpelz“ und einem „Webpelz“ erkennen kann. Unsere Poster sind zum einem mit einem Erwachsenen und zum anderen mit einem Kind versehen. Auch Kinder müssen für dieses Thema sensibilisiert werden, damit auch sie hinterfragen was sie tragen. Wie immer, hat der Verbraucher die Macht. Helfen Sie uns, den Tieren von ihren Qualen zu befreien, in dem auch Sie Pelze meiden!


27.12.11

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Tiere in der Sylvesternacht!

Das Tierheim Rottach-Egern bittet in der Sylvesternacht bei der Knallerei dringend Rücksicht auf Haus- wie auch Wildtiere zu nehmen um unnötigen Schäden zu vermeiden. Fast jedes Jahr sammel die Mitarbeiter des Tierheimes an Neujahr zahlreiche Hunde ein, die in der Sylvesternacht durch die Knallerei von Raketen, Heulern und Böllern vor Angst von zuhause geflüchtet sind und dann am nächsten Tag herrenlos umher irren.

Presseartikel des Deutschen Tierschutzbundes:

Tierlieb ins neue Jahr ohne wilde Böllerei: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen Außergewöhnliche Lautstärke und heftiges Knallen zum Jahreswechsel sind für viele Menschen ein tierisch-schönes Vergnügen - aber nur für sie. Haustiere und Wildtiere leiden an Silvester unter extremen Geräuschbelästigungen, hervorgerufen durch Böller, Raketen und Co. Tierhalter sollten ihren tierischen Lieblingen deshalb in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit schenken und geeignete Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Zudem appelliert der Deutsche Tierschutzbund an Alle, auf Tiere in der Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen und, wenn überhaupt, nur weit entfernt von Haushalten mit Tieren zu „böllern". Menschen, die mit ihren Tieren feiern, rät der Verband, „knallerfreie Zonen" einzurichten.

Grundsätzlich gilt: alle Tiere reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Der plötzlich auftretende, ungewohnte Lärm in der Silvesternacht - und vielfach auch schon in den Stunden zuvor - versetzt sie in Angst und Schrecken. Er kann zu Gehörschäden und Traumata führen. Daher sollte überall dort, wo Tiere leben, auf laute Feiern und auf Feuerwerke verzichtet werden.

Bereits einige Tage vor Silvester sollten Tierhalter entsprechende Vorkehrungen treffen: So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen - Unfälle, verursacht durch das verstörte Tier, sind oft die Folge.

Am Silvesterabend sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm ein wenig zu dämpfen. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster und alle anderen Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden. Am besten ist es, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Auch für Wildtiere in Wald und Flur ist der Krach in der Silvesternacht ungewohnt. Deshalb rät der Deutsche Tierschutzbund, auf Feuerwerke am Waldrand, in Waldlichtungen oder Parkanlagen zu verzichten.


26.12.11

Im Dezember 2011 haben wie mit der Renovierung der Zäune in unseren 4 Hundeausläufen begonnen. Die Zäune sind mittlerweile nicht mehr zeitgemäß und die entsprechende Renovierung war nun überfällig. Neu entstanden ist eine Schleuse zwischen dem größten Auslauf und dem Besuchereingang zum Hundetrakt. Die Erneuerung der Zäune wir im Frühjahr 2012 angeschlossen sein und wir freuen uns, dass unsere Hunde dann wieder sicher und ohne Einschränkungen durch ihre Ausläufe rennen können.

Fotos zu den Baumaßnahmen folgen in den nächsten Wochen.


06.12.11

Artikel Merkur-Online zum Thema "Verbleib Tierheim und neuer Zaun"

Neuer Zaun, neue Hoffnung


05.12.11

Der Adventsmarkt im Tierheim war ein großer Erfolg!

Zum ersten Mal in der Geschichte des Tierheims haben wir am Sonntag, 04.12.2011 einen romantischen Waldadvent im Tierheim veranstaltet. Bei selbstgemachten heissen Waffeln mit Zimt und Zucker, Kinderpunsch, Glühwein über offenem Feuer und Honigmet kamen Gross und Klein auf ihre Kosten. Um 16 Uhr kam dann der Nikolaus und beschenkte unsere kleinen Gäste mit traditionellen Nikolaustüten.

Mehrere Stände von Privatanbietern unterstützen unser Ambiente und boten neben Blumengestecken, Adventsschmuck, Oldtimermodelle, Selbstgemachtem z.T. auch Biologisches an. Das Tierheimgelände glänzte dann gegen Abend in einem Lichtermeer aus Kerzen, Windlichtern und mehreren Schwedenfeuern.

Es kamen geschätze 300 Gäste und das Feedback zu dieser romantischen Veranstaltung wahr von allen Seiten her sehr positiv!

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten und freiwilligen Helfern, ohne die unsere Veranstaltung in diesem Umfanng nicht möglich gewesen wäre.

Hier einige Impressionen:


19.11.11

Warmblutwallach "Bubi" bekam am 19. November ein neues Zuhause in Iffeldorf/ Gut Aiderbichl ! Nach mehreren Beratungen, was für Bubi das Beste wäre, hatten wir Kontakt mit dem Gut Aiderbichl aufgenommen und als positives Resultat ist Bubi heute nach Iffeldorf gezogen.

Fotos zur Aktion folgen!

Infos zur Ursprungssituation von Bubi gibts hier

Fotos Gut Aiderbichl Iffeldorf


Zamperlrennen zugunsten des Tierheims Rottach-Egern am 12.11.2011
auf dem Gelände der Hundefreunde Oberland

Gestartet wurde in der Klasse L = Hunde über 40 cm Schulterhöhe und der Klasse S = Hunde unter 40 cm Schulterhöhe Der Hund wird von einer Person im Startraum festgehalten während der Besitzer zum Ziel läuft, das 50 Meter entfernt ist. Dort lockt er seinen Hund durch Rufen oder mit Hilfsmitteln z. B. Spielzeug, Futter usw. (Hetzarm ist nicht erlaubt). Läßt sich ein Hund nicht von einer fremden Person festhalten so muß der Besitzer eine Person mitbringen, die den Hund im Startraum festhalten kann. (Ein Hund kann auch mehrmals starten mit jeweils einem anderen Führer) Die Zeit wird ermittelt durch eine Lichtschranke, die sich im Start- und Zielraum befindet. Sie wird durch den Hund ausgelöst. Es wird in zwei Durchgängen gestartet. Beide Läufe werden zusammen gezählt. Der Hund mit der schnellsten Gesamtzeit hat gewonnen. Läufige Hündinnen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Bei der Veranstaltungwurden 800.- Euro für das Rottacher Tierheim eingenommen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Hundefreunden Oberland!

Auf der Website der Hundefreunde Oberland könne Sie sich die Bilder zu der Veranstaltung ansehen:

Infos unter 08022/188933 oder 0171/9914617 oder www.hf-oberland.de


27.10.11

Die Ukraine "säubert" im Vorfeld der EM 2012 die Straßen von Hunden!

Während in Südafrika gerade die Fußball-WM zu Ende gegangen ist, bereiten sich die künftigen Austragungsländer der EM - Polen und die Ukraine - auf die Festlichkeiten im Jahr 2012 vor. Dabei hat sich die Ukraine zum Ziel gesetzt, die Anzahl der heimatlosen Tiere zu dezimieren, um der Welt nicht zeigen zu müssen, wie viele heimatlose Tiere auf ukrainischen Straßen leben und leiden. Die populationsreduzierenden Maßnahmen der Behörden sind aber alles andere als human: Die Tiere werden vergiftet, erschossen oder gar lebendig verbrannt. Für letztere grausame Methode steht den Behörden in Lysychansk, Mariupol und anderen ukrainischen Städten ein mobiles Krematorium zur Verfügung, welches sogar im Staatsfernsehen beworben worden ist. Die Tiere werden eingefangen, angeschossen oder betäubt und direkt in den Verbrennungsofen geworfen! Ukrainische und schweizer Tierschützer - allen voran die Organisationen SOS Animals Society Kiev und SOS CHATS NOIRAIGUE - kämpfen seit Jahren für die gewaltfreie populationsreduzierende Geburtenkontrolle in der Ukraine (Neuter & Release - Kastrieren und Wiederaussetzen der Tiere an ihrem Ursprungsort) und gegen die Massenmorde an heimatlosen Tieren. Sogar die UEFA kritisiert die Machenschaften der ukrainischen Behörden scharf und hat den Tierschützern finanzielle Unterstützung zur Kastration der Tiere gewährt. Die ukrainischen Behörden reagieren auf die Proteste der Tierschützer bislang mit vernichtenden Taten: Sie üben Druck auf die Tierschützer aus, den internationalen Protest zu stoppen!

Wer den Protest von PETA unterstützen möchte, kann jetzt mitmachen! (Bitte hier klicken)


23.10.11

Fragen vor der Anschaffung eines Haustieres!

  • Habe ich die finanziellen Mittel um das Tier ausreichend und gut mit Futter zu versorgen?
  • Bei Katzen und Kleintieren wie Hamster, Meerschweinchen, Mäusen etc. kommen noch Kosten für die Einstreu hinzu.
  • Bin ich bereit, mein Tier, soweit dies erforderlich ist, tierärztlich versorgen zu lassen?
  • Dringend erforderlich sind die Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, bei Hunden gegen Staupe.
  • Alle Haustiere müssen auch regelmäßig entwurmt und geimpft werden.
  • Zumindest weibliche Katzen sollten kastriert werden. Eine Kätzin kann in ihrem Leben bis zu 200 Junge gebähren!
  • Habe ich sowohl das Verständnis als auch das Geld für diese Behandlungen?
  • Auch unvorhergesehene Ausgaben sind unter Umständen nötig, z. B. bei einem Unfall des Tieres oder Erkrankung. Kosten entstehen auch durch die dringend erforderliche Unfallversicherung für den Hund und die Hundesteuer.
  • Ist dafür gesorgt, dass Hund, Katze oder Kleintiere auch während meines Urlaubs gut versorgt werden?
  • Bin ich bereit für 15 oder gar 20 Jahre die Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen?
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung des Tieres einverstanden?
  • Bin ich bereit, das Tier als Familienmitglied zu betrachten?
  • Das heißt, die Katze nicht aus dem Haus zu verbannen und den Hund weder an die Kette zu legen noch in einen Zwinger zu sperren, sondern zusammen mit mir und eventuell den anderen Familienmitgliedern im Haus leben zu lassen?
  • Behalte ich die Nerven, wenn sich mein Haustier einmal anders verhält als ich es gerne hätte?
  • Eine Katze erbricht manchmal die abgeleckten Haare und ein Hund bellt ab und zu auch ohne ersichtlichen Grund.
  • Reagiere ich dann mit Geduld und Verständnis und bin bereit, auch mal etwas wegzuputzen?
  • Bin ich auch bereit, mir vor der Anschaffung das nötige Fachwissen über das gewünschte Tier anzueignen?
  • Ist in meinem Mietvertrag die Tierhaltung, speziell von Hund oder Katze, erlaubt?

Wenn Sie alle Fragen mit "Ja" beantwortet haben, steht der Anschaffung eines Haustieres nichts mehr im Wege.


22.10.11

Tipps für den Igelschutz

Jetzt im Herbst sorgen sich Tierfreunde vermehrt um Igel, die in Gärten und der freien Natur noch auf Futtersuche sind. Die Tiere brauchen aber nur in Ausnahmefällen menschliche Hilfe, darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Ansonsten kann eine gutgemeinte Hilfe mehr schaden als sie nützt, denn oftmals werden die Igel aus ihrer natürlichen Umgebung herausgerissen oder aufgenommene Tiere falsch versorgt. Tierfreunde sollten sich zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein informieren, bevor sie einen Igel möglicherweise vorschnell in Pflege nehmen.

Jahrelang war man sehr schnell bereit, Igel, die nicht rechtzeitig in den Winterschlaf fielen, in menschliche Obhut zu nehmen, um sie aus vermeintlicher Todesgefahr zu retten. Heute weiß man: Nicht jeder Igel braucht im Herbst unsere Hilfe - aber jede Hilfe muss richtig sein. Grundsätzlich gehören Wildtiere in die Natur und nicht in Menschenhand. Für einen gesunden Igel ist es immer besser, im Freien statt in Gefangenschaft zu überwintern. Darum dürfen auf keinen Fall Igel, die ihr Überwinterungsgewicht erreicht haben oder noch erreichen können, mitgenommen werden. Wirklich hilfsbedürftige Igel sind etwa daran zu erkennen, dass sie tagsüber unterwegs sind, abgemagert erscheinen und sich apathisch verhalten. Auch Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke noch draußen herumlaufen, sind meistens geschwächt oder krank. Hilfestellungen bieten die örtlichen Tierheime. Bei Anrufen Rat suchender Igelfinder helfen die Vereine bei der Einschätzung und richtigen Beratung zur Versorgung der Tiere.

Igelfreundlicher Garten

Wer als Gartenbesitzer mehr für die Igel tun möchte, kann das im Herbst anfallende Laub in den Anlagen und auf den Beeten liegen lassen. Dieser natürliche „Mantel" dient vielen Insekten als Winterquartier. Ein igelgerechter Garten hat darüber hinaus Durchgänge zu anderen Gärten, denn Igel durchstreifen auf ihrer Nahrungssuche große Gebiete. Als Umzäunung gut geeignet sind Hecken und Jägerzäune. Dichte Hecken und Gebüsche gehören ebenso zu dem von Igeln bevorzugten Unterschlüpfen wie Reisig- oder Laubhaufen sowie Hohlräume zwischen Holzstapeln, unter Gartenhäuschen, Schuppen, Treppen, zwischen Steinhaufen und alten Baumwurzeln. Hier können sich die Stachelritter ein geschütztes warmes Nest anlegen und so den Winter ganz einfach verschlafen.


17.10.11

Partner des Menschen: Heimtiere

Haustiere wie Hunde, Katzen oder Pferde können Partner des Menschen sein, wenn man mit ihnen verantwortungsvoll umgeht und ihre Bedürfnisse achtet. Doch oft werden Tiere aus einer Laune heraus, als modisches Beiwerk, Statussymbol oder Sportgegenstand gekauft.

Mehr als 120.000 Katzen, 100.000 Hunde und 30.000 Kleintiere – viele davon ausgesetzt oder abgegeben, weil sie lästig wurden – nehmen die Tierheime, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, alljährlich auf.

Wir setzen uns für eine tiergerechte Heimtierhaltung ein und beraten Tierfreunde, die ein Heimtier aufnehmen möchten. Tiere wild lebender Arten gehören in ihren natürlichen Lebensraum und nicht in ein Wohnzimmer.

Exotische Vögel oder Reptilien zum Beispiel können im Privathaushalt nicht tiergerecht gehalten werden. Das gilt auch für deren Nachzuchten.

Welches Tier passt zu wem?

Sicher haben Sie oder Ihre Kinder ein Lieblingstier, das Sie gerne bei sich aufnehmen würden. Vor der Anschaffung eines neuen Hausgenossen ist es wichtig, sich eingehend über seine Bedürfnisse zu informieren. Nur so können die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich das Tier in seinem neuen Heim wohl fühlt und Sie wirklich Freude an ihm haben.

Größe und Aufbau der Wohnung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Zeit, die regelmäßig für ein Tier aufgebracht werden muss. Hinzu kommt, dass nicht alle Tiere für Kinder geeignet sind.

Ein Tier aus zweiter Hand

Einem Tier aus zweiter Hand eine neue Chance zu geben, darauf können Sie stolz sein. Denn immer mehr ausgesetzte, verlassene und "verbotene" Vierbeiner warten in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes auf ein endgültiges Zuhause.

Der neue Partner an Ihrer Seite hat bereits ein gutes Stück Leben hinter sich, er hat mindestens einmal eine Beziehung aufgebaut, die plötzlich abriss. Doch keine Sorge. Die Mitarbeiter im Tierheim haben ihn sehr gut auf das Leben in einer neuen Familie vorbereitet. Und sie werden Ihnen auch helfen, wenn unvorhergesehene Probleme auftauchen oder Sie einfach einen Rat brauchen. Mit einem Tier aus zweiter Hand glücklich zu werden ist leicht. Denn beide Partner haben den festen Willen, sich einander anzupassen.

Hund aus zweiter Hand (PDF)

Katze aus zweiter Hand (PDF)


Welttierschutztag 2011 - Zamperlschau im Alten Schloß Valley


04.10.11

Welttierschutztag 2011: Für ein neues Tierschutzgesetz

Der Tierschutz steht seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz. Trotzdem hat sich an der realen Situation der Tiere wenig geändert. Deshalb rufen der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 700 Tierschutzvereine zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2011 das Leitmotto "Für ein neues Tierschutzgesetz" aus.

Bittere Realität beim Umgang mit Tieren

Bislang ist das Tierschutzgesetz eher ein Nutzgesetz:

  • In der Landwirtschaft werden Tiere für ihre Haltung „zurechtgestutzt": Beispielsweise werden Hühnern die Schnäbel abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert, Rinder unter Schmerzen enthornt.
  • Bei der Schlachtung landwirtschaftlich genutzter Tiere ist nicht sichergestellt, dass sie angst- und schmerzfrei sterben.
  • In Wissenschaft und Industrie müssen Tiere noch immer leiden und sterben, obwohl tierversuchsfreie Alternativen verfügbar sind.
  • Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland die Haltung von Tieren zur reinen Fellgewinnung weiterhin erlaubt.
  • In Wanderzirkussen dürfen Wildtiere wie Tiger, Bären oder Elefanten noch immer mitgeführt werden, obwohl eine tiergerechte Haltung dort prinzipiell nicht möglich ist.

Bereits diese wenigen Beispiele zeigen, das eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes notwendig ist. Dazu gehört auch unsere Forderung nach einem Verbandsklagerecht für seriöse, gemeinnützige Tierschutzverbände. Nur dann können wir für die Tiere auch vor Gericht eintreten.

Der Deutsche Tierschutzbund hat konkrete Eckpunkte zu einer Novellierung des Tierschutzgesetzes erarbeitet, die helfen sollen, damit die Würde und der Eigenwert der Tiere endlich anerkannt und geschützt werden.


03.10.11

Pressemeldung: Zum Welttierschutztag am 04. Oktober 2011, erinnert der LV-Bayern an die Dringlichkeit der Kastrationspflicht für Katzen !

Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Oftmals werden die ungewollten Welpen dann einfach in den Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt. Und nur ein Teil dieser ausgesetzten Kätzchen hat Glück und landet im Tierheim, wo sie versorgt werden. Die anderen kämpfen draußen ums Überleben. Die große Anzahl frei lebender Katzen stellt die Tierschutzvereine und Kommunen gleichermaßen vor große, manchmal nahezu unlösbare - auch finanzielle - Aufgaben. "Die Situation in Bayern ist unverändert dramatisch!" betont Nicole Brühl. Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern richtet nochmals an alle Katzenbesitzer den dringenden Appell, ihre Tiere frühzeitig beim Tierarzt kastrieren zu lassen. Darüber hinaus sollte jedes Haustier eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und beim Deutschen Haustierregister® (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eintragen werden. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und an den Besitzer zurückgeführt werden. Nach einer Umfrage des Landesverbandes haben die Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes Bayern im Jahr 2010 über 10.000 wildlebende Katzen in Bayern, überwiegend auf eigene Kosten kastrieren und medizinisch versorgen lassen. Die ohnehin sehr schwierige Aufgabe hat den Vereinen über eine halbe Million Euro gekostet und wurde zum grossteil von Ehrenamtlichen Helfern ausgeführt. Das Einfangen der wilden Katzen, ist immer mit großen Risiken verbunden. Viele Helfer werden gebissen und zerkratzt und landen oft mit einer Blutvergiftung im Krankenhaus. Außerdem schlagen sie sich oft viele Nächte um die Ohren, um den Katzen aufzulauern. "Die Politik verlässt sich immer wieder sehr gerne auf die Gutmütigkeit der ehrenamtlichen Tierschützer. Deshalb fordern wir nach wie vor, auch in Bayern, dringend eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen, " betont Nicole Brühl. "Und bitte, bitte, liebe Katzenbesitzer, lassen Sie Ihre Katze kastrieren und registrieren. Damit wird ein Teil des Elends schon im Keim erstickt und dem Tierschutz kann damit auch schon sehr geholfen werden!"


29.09.11

Warmblutwallach "Bubi" sucht Tierfreunde die eine Patenschaft für ihn übernehmen, damit er am leben bleiben kann!


22.09.11

Pressemeldung: Bayerns Tierheime stehen nach wie vor im Regen!

"In Bayern kämpfen die Tierheime unverändert um ihre Existenz, da, anders als in anderen Bundesländern, der Freistatt Bayern keinen einzigen Cent für die Tierheime zur Verfügung stellt!" erklärt Nicole Brühl vom Landesverband Bayern. Sie weist darauf hin, dass der Landesverband rund 120.000 Mitglieder in 117 bayerischen Tierschutzvereinen und 72 Tierheimen vertritt. In Bayerns Tierheimen werden jähr-lich über 50.000 Tiere aufgenommen und unter anderen auch von vielen ehrenamtli-chen Mitarbeitern betreut.

Finanz- und Wirtschaftskrise, sinkende Spenden- und Sponsorenbereitschaft und keine finanzielle Unterstützung vom Freistaat Bayern - das reißt große Löcher in die Kassen der Tierheime. "Die über 50.000 Tiere, die von bayerischen Tierheimen jährlich aufgenommen werden, verursachen natürlich auch Kosten", so Nicole Brühl. "Unterbringung, Futter, Betreuung, medizinische Versorgung, Pflege und Vermittlung - all das kostet Geld. Die Kommunen steuern, wenn überhaupt und je nach Tierheim, nur 5 bis 20 Prozent der tatsächlichen Betriebskosten bei. Das Land gibt gar nichts." Das bedeutet: Die Tierschutzvereine und Tierheime müssen das restliche Geld selbst aufbringen, obwohl in Anbetracht der Finanz- und Wirtschaftskrise die Spendenbereitschaft nicht mehr so hoch ist wie noch vor ein paar Jahren.

"Wir fordern weiterhin dringend eine bundesweit einheitliche Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung, einen Finanztopf für dringend erforderliche Investitionen in Tierheimen und einen Nothilfefonds in den öffentlichen Haushalten, auch vom Bayerischen Staat," Betont Brühl. "Die Tierheime übernehmen Aufgaben der Kommunen, wie die Pflichtausgabe der Fundtierbetreuung, bleiben aber auf den Kosten sitzen. Auch immer mehr gesetzliche Anforderungen kosten Geld und werden auf den Tierschutz abgeschoben. So kann es nicht weiter gehen! Die Tierheime schaffen das längst nicht mehr und brauchen JETZT Hilfe!"


14.09.11

Pressemitteilung: Vorsicht bei der Igelhilfe!

Die Temperaturen sinken, Mensch und Tier bereiten sich auf den Winter vor: Wer in diesen Tagen einem stachligen Mitgeschöpf im Garten begegnet, sollte es aus sicherer Entfernung beobachten und versuchen, sein natürliches Umfeld nicht zu beeinträchtigen. Grundsätzlich haben Igel im naturbelassenen Garten die besten Chancen, den Winter gut zu überstehen.

Tagsüber verstecken sich Igel im Herbst in Kompost- oder Reisighaufen, einer Böschung oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Nicole Brühl, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern gibt allen Tierfreunden den folgenden Rat:

"Lassen Sie aufgehäufte Gartenabfälle liegen. Sie sind oft ein ideales Winterquartier für die Tiere. Setzen Sie Gartengeräte nur vorsichtig ein. Vor allem die in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Laubsauger und -bläser können zu einer Gefahr für Igel werden: Kleinere Igel können eingesaugt und getötet werden. Außerdem entfernen die Geräte nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer und Weichtiere, die dem Igel als Nahrung dienen.

Greifen Sie deshalb lieber zum Rechen oder zur Harke und lassen Sie Laubhaufen als Unterschlupf für Insekten und Igel liegen. Falls Sie Gartenabfälle doch entsorgen wollen, gehen Sie bitte vorsichtig vor. Schauen Sie erst nach, ob sich ein Igel darin niedergelassen hat. Ein gesunder Igel hat dann die Chance, zu flüchten und kann sich ein neues Quartier suchen.

Nur verwaiste Igelsäuglinge, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Letztere erkennt man daran, dass sie tagsüber herumliegen, oft mager sind und sich apathisch verhalten. Für die bevorstehende Winterzeit gilt: Igel, die bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meist geschwächt oder krank."

Wer in solchen Notfällen helfen will, sollte sich zunächst telefonisch mit einem Tierarzt oder mit einem der dem Tierschutzbund angeschlossenen Tierschutzvereinen in Verbindung setzen um zu erfragen, wohin er das Tier bringen kann. Auf gar keinen Fall sollte einem Igel warme Milch gegeben werden, diese gut gemeinte Zuwendung kann für das Tier tödlich sein.

In Deutschland ist es generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Die einschlägigen Gesetzesvorschriften erlauben jedoch, hilfsbedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen.

Das Ziel jeder Igelhilfe muss sein, die Tiere so bald wie möglich wieder gesund in die Freiheit zu entlassen.


24.08.11

Welttierschutztag 2011: Für ein neues Tierschutzgesetz

Der Tierschutz steht seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz. Trotzdem hat sich an der realen Situation der Tiere wenig geändert. Deshalb rufen der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 700 Tierschutzvereine zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2011 das Leitmotto "Für ein neues Tierschutzgesetz" aus.

Uns interessiert Ihre Meinung zu diesem Thema - deshalb führen wir bis zum Welttierschutztag am 4. Oktober eine Online-Umfrage durch:

Bittere Realität beim Umgang mit Tieren

Bislang ist das Tierschutzgesetz eher ein Nutzgesetz:

  • In der Landwirtschaft werden Tiere für ihre Haltung „zurechtgestutzt": Beispielsweise werden Hühnern die Schnäbel abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert, Rinder unter Schmerzen enthornt.
  • Bei der Schlachtung landwirtschaftlich genutzter Tiere ist nicht sichergestellt, dass sie angst- und schmerzfrei sterben.
  • In Wissenschaft und Industrie müssen Tiere noch immer leiden und sterben, obwohl tierversuchsfreie Alternativen verfügbar sind. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland die Haltung von Tieren zur reinen Fellgewinnung weiterhin erlaubt.
  • In Wanderzirkussen dürfen Wildtiere wie Tiger, Bären oder Elefanten noch immer mitgeführt werden, obwohl eine tiergerechte Haltung dort prinzipiell nicht möglich ist.

Bereits diese wenigen Beispiele zeigen, das eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes notwendig ist. Dazu gehört auch unsere Forderung nach einem Verbandsklagerecht für seriöse, gemeinnützige Tierschutzverbände. Nur dann können wir für die Tiere auch vor Gericht eintreten.

Der Deutsche Tierschutzbund hat konkrete Eckpunkte zu einer Novellierung des Tierschutzgesetzes erarbeitet, die helfen sollen, damit die Würde und der Eigenwert der Tiere endlich anerkannt und geschützt werden.


16.08.11

Jagd: Das Tier als Zielscheibe

Die Jagd ist für viele ein Freizeitvergnügen und sie betrachten es als besonderes Privileg, zu einer „Elite" zu gehören. Jäger bezeichnen sich gerne als diejenigen, die die Verantwortung für Tier und Natur übernehmen. Doch ihre Praktiken stehen dazu im krassen Widerspruch: die brutale Fallenjagd zum Beispiel, die Treib- und Lockvogeljagd, die Jagd auf Beutegreifer oder auf Tiere, die in ihrem Bestand gefährdet sind, und die tierquälerische Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren.

Das Aussetzen von so genannten jagdbaren Tieren durch Jäger und die obligatorische Winterfütterung führen zu einer Verschiebung des Artenspektrums in Richtung jagdbarer Tiere. Wer die ethische Verantwortung für die Mitgeschöpfe ernst nimmt, kann Jagd nur dann rechtfertigen, wenn sie sich nach sorgfältiger wissenschaftlicher Prüfung als ökologisch erforderlich erweist und Tiere dadurch von Leiden erlöst oder vor Leiden bewahrt werden.

Novellierung des Bundesjagdgesetzes

Seit Jahrzehnten drängen die Tier- und Naturschutzverbände in Deutschland darauf, das Bundesjagdgesetz, das in wesentlichen Teilen noch dem Reichstierschutzgesetz von 1934 entspricht, grundsätzlich zu novellieren, da es weder den modernen Anforderungen des Tierschutzes noch des Naturschutzes gerecht wird. So dürfen Jäger dem Jagdrecht zufolge immer noch Hunde und Katzen abschießen.


12.08.11

Ferienprogramm im Tierheim

Am Mittwoch, 11.08.2011 startete wie jedes Jahr unser Ferienprogramm für Kinder. Viele Kinder waren gekommen, um das Tierheim mit seinen Bewohnern zu besuchen und nützliche Tipps von der Mitarbeitern für den Umgang mit Tieren und deren Haltung zu erhalten.

Anbei ein paar Fotos:


02.08.11

Tag der offenen Tür im Juli 2011

Am Samstag den 30.07.2011 fand der "Tag der offenen Tür" im Tierheim in den Weißachauen statt.

Trotz des durchwachsenen Wetters waren am Samstag zahlreiche Besucher gekommen und konnten sich über die Arbeit rund um den Tierschutzverein erkundigen. Bei der Tombola wurden alle 700 Lose verkauft. Knapp 30 Leute hatten bei den Vorbereitungen und der Durchfürung dieser Veranstaltung mitgewirkt! Wir möchten uns an diese Stelle nochmal ganz herzlich bei all den fleisigen Helferinen und Helfern bedanken.

Dauer der Veranstaltung war von 12:00-17:00 Uhr

Tagesprogramm und Kulinarisches:

  • Besichtigung der Tierhäuser
  • Vorführung der Rettungshundestaffel
  • Infostand rund um den Tierschutzverein und das Tierheim
  • Eselreiten für Kinder von und mit Andreas Vogt
  • Große Tombola mit tollen Preisen
  • Flohmarkt
  • Kuchenbuffet mit Kaffee
  • Bowle
  • Diverse Getränke, hausgemachter Zwiebelkuchen und Gemüsepizza
  • Infostand der Bergwacht

Anbei eine kleine Fotogalerie zum Event:


18.07.11

- Tiere im Urlaub -

Tipps des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern e.V.

Bitte hier klicken (PDF)


11.07.11

Hühnerkäfige noch bis 2035?

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) musste sich heute auf Antrag des Landes Rheinland-Pfalz vor dem Bundesrat zu der weiteren Zukunft der Käfighaltung von Legehennen erklären: Die Bundesministerin Ilse Aigner hat dabei ihren Verordnungsentwurf verteidigen lassen, der den bestehenden Kleingruppen-Käfiganlagen einen Bestandsschutz bis zum Jahr 2035 garantiert. Diese großzügige Frist sei weder rechtlich, wirtschaftlich und schon gar nicht ethisch begründbar, kritisiert der Deutsche Tierschutzbund die Absicht des BMELV scharf. Im Bundesrat kam heute erneut das Verbot der Brandzeichen für Pferde zur Sprache, dass die Länderkammer bereits mit Mehrheit fordert. Der Deutsche Tierschutzbund erwartet von der Bundesministerin Ilse Aigner ein sofortiges Verbot der „Verbrennungen Dritten Grades" bei Fohlen.

„Dieses großzügige Geschenk an die Käfiglobby ist inakzeptabel. Es ist auch ein Schlag ins Gesicht der Tierschützer, die gemeinsam mit Millionen Bürgerinnen und Bürgern seit nahezu 60 Jahren für die Freiheit der Hühner kämpfen. Frau Aigner hatte noch vor wenigen Wochen eine Tierschutzoffensive angekündigt. An der Frage, wie lange die Käfiganlagen für Hühner in Betrieb bleiben, wird daher auch das tierschützerische Engagement der Bundesministerin Ilse Aigner gemessen." erklärte heute Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zu Beginn einer Aktion vor dem Bundesrat.

Die Debatte über ein Verbot der Käfige für Legehennen wurde durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG) zur Normenkontrollklage des Landes Rheinland-Pfalz möglich. Das BVG erklärte die derzeit gültige Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung/ Kapitel Legehennen, in der die Kleingruppenkäfige und damit nur ein DIN-A4-Blatt Platz pro Tier erlaubt sind, für verfassungswidrig. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte die neuen Käfigsysteme von Beginn an als nicht tiergerecht. Führende Wissenschaftler bestätigen das. „Noch am selben Tag, am dem der Bundesrat 2006 die Käfige mit Mehrheit einführte, hat die rheinland-pfälzische Landesregierung die Normenkontrollklage angekündigt. Jeder, der die Käfige gebaut hat, wusste, dass dies in einem rechtlich unsicheren Raum passiert. Auch deshalb muss jedweder Bestandsschutz gegenstandslos sein", fügt Apel hinzu.


08.07.11

Tag gegen Tiertransporte - 400 Millionen Tiere leiden jährlich Die Anzahl der Tiertransporte steigt kontinuierlich. Die Strecken werden immer länger. Die längst überfällige Überarbeitung der EU-Transportverordnung lässt weiter auf sich warten. Die Fleischlobby kämpft beharrlich für tierschutzwidrige Doppelstocktransporte. Demgegenüber stehen ca. 400 Mio. Tiere, von denen viele auf ihrem Weg zum Schlachter unsäglich leiden. So sieht die Bilanz zum heutigen Tag gegen Tiertransporte aus. Der Deutsche Tierschutzbund mahnt die Politik, endlich zu handeln und ruft Tierfreunde zum Protest auf.

„Transportzeiten von mehrmals bis zu 29 Stunden nacheinander mit Ladedichten, bei denen Tiere sich nicht hinlegen können, Hunger, Durst, Hitze, Kälte, Verletzungen - das müssen Millionen Tiere auf ihrem Transport zur Tötung erdulden. Die unzureichenden Bestimmungen werden zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet", beschreibt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die immer noch vorherrschenden katastrophalen Zustände. „Seit fast vier Jahren soll die EU-Transportverordnung, die das zulässt, überarbeitet werden. Auch die Bundesregierung zeigt keinerlei Interesse, an den Zuständen etwas zu ändern. Wir fordern die Politik auf, endlich zu handeln", fordert Apel.

Ein wichtiger Schritt wäre eine generelle Begrenzung der Tiertransportdauer, wie der Deutsche Tierschutzbund sie seit Jahren fordert. Der Verband unterstützt daher die Kampagne "8hours" und bittet alle Tierfreunde mit zu protestieren.

Doppelstocktransporte von Rindern stehen in der Kritik, weil damit für die zu transportierenden Tiere häufig noch mehr Tierschutzprobleme verbunden sind, als es bei Tiertransporten ohnehin der Fall ist. Denn die Decke ist so niedrig, dass die Rinder leicht mit Kopf oder Rücken anstoßen, sich aufscheuern, verletzen und auch die Fahrtbewegungen des LKW nicht ausbalancieren können. Der Deutsche Tierschutzbund fordert ein konsequentes Verbot dieser Transporte nach dem Vorbild von Dänemark und Schweden.


Neue Öffnungszeiten des Tierheims Rottach-Egern für Besucher seit 1. Juni 2011

Um unsere Öffnugszeiten etwas familienfreundlicher zu gestalten, haben wir ab dem 1. Juni auch an Samstagen wieder geöffnet.

Der Mittwoch wird zum "Tierschutztag", wo unsere Mitarbeiter sich mitunter effektiv um die zahlreichen Misstands- und Platzkontrollen kümmern können. Dieser Tag ist für uns von großer Wichtigkeit, da der Tierschutz nicht nur im Tierheim sondern auch im gesamten Landkreis Miesbach seinen festen Platz hat.

Die neue Öffnungszeiten

Dienstag und Donnerstag, sowie Freitag und Samstag jeweils 11-13 Uhr

Montag und Mittwoch, sowie an Sonn- und Feiertagen ist das Tierheim nicht geöffnet

Telefonische Erreichbarkeit

Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils 8-13 Uhr

Notruf: Täglich auch an Sonn-und Feiertagen von 8-20 Uhr

Gassigehzeiten:

Dienstag und Donnerstag, sowie Freitag und Samstag jeweils 10-11 Uhr


08.06.11

Die Kosmetik-Positivliste

Kosmetikfirmen, die in der Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes aufgelistet sind, führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden. Die Broschüre enthält jedoch nicht nur die Adressen dieser Hersteller sowie der Läden und Vertrieben, über die deren Produkte zu beziehen sind, sondern auch ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema "Tierversuche in der Kosmetik".

Die letzte Druckversion der Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes steht im PDF-Format bereit zum Download.


07.06.11

Fernsehtipp im ZDF!

37 Grad 400 Kilometer für ein Fohlen - Zwischen Streichelzoo und Schlachthof

Was passiert mit den süßen Fohlen, die beim Urlaub auf dem Bauernhof die Kinderherzen entzücken, wenn sie größer werden? Warum sind sie im Folgejahr nicht mehr da, und was passiert mit ihnen? Um den Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Tierschutz geht es in dem Film von Manfred Karremann.

Weitere Infos gibt es unter diesem Link!


06.06.11

Tiertransport von Pferden: Höllenfahrt durch Europa

Anlässlich der Dokumentation „37 Grad" morgen Abend (7.6., 22.15 Uhr) im ZDF weist der Deutsche Tierschutzbund auf gravierende Missstände beim Transport von Schlachtpferden hin. Die Reportage zeigt den langen und grausamen Transport eines Haflinger Fohlens. Solche Schlachtpferdetransporte sind aus Tierschutzsicht eine Katastrophe, bestätigt der Deutsche Tierschutzbund. Pferde werden oft tagelang quer durch Europa nach Italien oder Frankreich gekarrt, wo ihr Fleisch als Delikatesse gilt. Der Verband fordert ein Ende dieser Tierqual.

„Internationale Transporte dürfen nicht länger als acht Stunden dauern und die Tiere müssen genug Platz haben", fordert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Hintergrund: Die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Tieren beim Transport sind unzureichend. Es gibt keine zeitliche Begrenzung von Schlachttiertransporten. Die Tiere erleiden unvorstellbare Qualen. Dicht zusammengepfercht stehen sie auf dem Transporter. Hunger, Durst, Erschöpfung und Stress führen zu Panikreaktionen. Die Tiere verletzen sich gegenseitig oder an ungeeigneten Abtrennungen innerhalb des Fahrzeuges. Geschwächte Pferde, die versuchen sich zu legen oder die gestürzt sind, aber sich nicht wieder erheben können, werden von den anderen unter Umständen zu Tode getreten. Hinzu kommt die unzureichende Wasserversorgung während der meisten Transporte. Die Pferde sind dehydriert und durstig.

Selbst wenn die Pferde in Einzelboxen transportiert werden, ist das oft nicht viel besser. Die in der europäischen Transportverordnung vorgeschriebenen Maße für die Einzelboxen sind so schmal, dass sich die Pferde nicht hinlegen können. Und dies bei den gängigen Langstreckentransporten, da die häufigsten Routen von Polen, Rumänien oder Spanien - durch Deutschland als Transitland - nach Italien führen. „Tiere müssten grundsätzlich am nächstgelegenen Schlachthof geschlachtet werden. Regionale Schlachthofstrukturen und mobile Schlachteinheiten müssen gefördert werden", fordert Apel.

Jährlich werden in der EU mehr als 600.000 Pferde geschlachtet, davon etwa 85.000 in Italien. Während in Deutschland Pferdefleisch kaum eine Rolle spielt, liegt der Verbrauch in Italien bei fast einem Kilo pro Kopf und Jahr. Die meisten der zum Schlachten bestimmten Pferde haben Langstreckentransporte hinter sich. Nach dem im Januar 2011 durch die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde vorgelegten Bericht erleidet etwa ein Drittel der Pferde während der Transporte Verletzungen. 40 Prozent der Tiere waren am Bestimmungsort in einem so schlechten Zustand, dass man sie eigentlich nicht mehr hätte transportieren dürfen.


04.05.11

Frühjahr: Tierheime kämpfen mit „Katzenschwemme“

In diesen Tagen werden die meisten Jungkatzen geboren. Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 500 Tierheime befürchten auch für 2011 eine „Katzenschwemme". Für die Tierheime ist diese Situation kaum noch zu bewältigen. Pro Jahr werden mehr als 130.000 Katzen in den Tierheimen aufgenommen, unzählige frei lebende Katzen an Futterstellen betreut. Eine Umfrage unter den Tierheimen belegt, dass die Vermittlung von Katzen, besonders von älteren Tieren, schwieriger wird. In der Folge steigen die Verweildauer der Tiere in den Tierheimen und die damit verbunden Kosten. Um die unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern, appelliert der Verband daher an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Das hilft auch, die wachsende Zahl an frei lebenden Katzen zu begrenzen. Denn letztlich stammen diese Tiere von unkastrierten Katzen aus Privathaushalten ab.

Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Das Schicksal vieler neugeborener Kätzchen ist ungewiss. Sowohl die Nachkommen von Katzen aus dem Privathaushalt als auch die von frei lebenden Katzen landen oftmals im Tierheim. Da die Vermittlungschancen von Katzen laut einer Umfrage in den Tierheimen gesunken sind und sich die Verweildauer der Katzen dadurch erhöht hat, wurde 2010 ein trauriger Höchststand an Katzen in deutschen Tierheimen erreicht.

„Um die immer größer werdende Population frei lebender Katzen dauerhaft kontrollieren und das damit verbundene Katzenelend beenden zu können, ist die Kastration der einzige Weg. Das gilt für die frei lebenden, aber im Besonderen auch für Hauskatzen mit Freigang", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und: „Bund, Land, aber auch die Kommunen müssen sich ihrer Verantwortung stellen". Der Verband hat Bundesministerin Ilse Aigner den Entwurf einer Katzenschutzverordnung übermittelt. Ziel: Verbindliche Regelungen für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrationspflicht als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung. Zudem unterstützt der Verband seine Mitgliedsvereine bei den Aktivitäten auf Landes- und kommunaler Ebene.

Neben der Kastration rät der Deutsche Tierschutzbund auch dringend dazu, jede Katze eindeutig mit einem Mikrochip zu kennzeichnen und beim Deutschen Haustierregister (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eintragen zu lassen. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.


03.05.11

Seit Dezember 2003 gibt es die Tierheimzeitung, welche jährlich erscheint und in vielen Geschäften des Landkreises Miesbach aufliegt. In der Tierheimzeitung gibt es stets nützliche Tips rund um den Tierschutz, sowie aktuelle Neuigkeiten über den Stand der Dinge rund ums Tierheim.

Die aktuelle Ausgabe, das "Tierheim Journal 2011" gibt es seit Mai. Sie können das Tierheim Journal gerne auch direkt bei einem Besuch im Tierheim mitnehmen.


01.05.11

Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereines Tegernseer Tal e. V.

Am Freitag, 29.04.2011 fand die ordentliche Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Tegernseer Tal e.V. mit Neuwahlen statt. Örtlichkeit war diesmal die Ostiner Stube in Gmund-Ostin. Die Veranstaltung startete um 19:30 Uhr und dauerte ca. 2 Stunden.

Unter den Gästen waren mitunter der 1. Bürgermeister von Rottach-Egern, Franz Hafner und der 2. Bürgermeister von Gmund, Georg Rabl sowie Dr. Anton Lentner von der Stiftung des Tierschutzvereins Teg. Tal e.V.

Geschäftsführer Claus Hehnle betonte die enorme Wichtigkeit der anstehenden Aufgaben der neuen Vorstandschaft, da es sich um drei historische Jahre bis 2014 handelt, da der Pachtvertrag des Tierheims dann ausläuft.

Schatzmeister Bernhard Schwarzer erläuterte anschliessend den positiven Haushalt 2010 und Tierheimmitarbeiter Markus Glanz berichtet über die Belegung des Tierheims in den Weißachauen, sowie über geplante, dringend erforderlichen Renovierungsmaßnahmen rund um das Tierheim.

Inge Lampl , 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins
Tegernseer Tal e.V.

Inge Lampl die seit 1998 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal e.V. ist, wurde für ihre Verdienste rund um den Tierschutzverein mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Tierschutzbundes ausgezeichnet. Frau Lampl stellte sich erneut für den Vorsitz des Tierschutzvereins zur Verfügung und wurde von der Mitgliederversammlung für die nächsten 3 Jahre wieder gewählt. Dr. Gerhard Meixner, der ebenfalls für seine Verdienste rund um den Tierschutzvereingeehrt wurde, trat von seinem Amt als 2. Vorsitzender zurück. An seine Stelle wurde Gottlob Alber gewählt, der bis jetzt als Beirat für den Verein tätig war.

Aus den Neuwahlen ergibt sich nun folgende Besetzung von Vorstand und Beirat (bitte klicken)

Die neue Vorstandschaft und ihre Beiräte nach den Wahlen:

Von links nach rechts: Margit Forche, Inge Lampl, Gottlob Alber, Claus Hehnle, Dr. Gerhard Meixner, Bernhard Schwarzer,
Johanna Ecker-Schotte, Hans-Georg Keil, Stephanie Lang von Langen, Bernhard Weber, Georg Adler, Dr. Sabine Gordon,
Petra Gerwin, Regine Mohrhagen, Elfie von Khreninger, Joachim Schmitt

Markus Glanz berichtet über die Belegung des Tierheims 2010:

Tierheimbelegung

  • Fundtiere/Ausgesetzte Tiere/Wildtiere/Nutztiere 2010: 101, davon 83 Haustiere
  • Fundhunde: 42, davon 41 zurück an Besitzer vermittelt - Fundkatzen: 33, davon 9 zurück an Besitzer vermittelt - Erfolgreich ausgewilderte Wildtiere: 17
  • Pensionstiere insgesamt: 50, davon 37 Hunde
  • Misstandsanzeigen: 9

Öffentliche Aktionen

  • Tag der offenen Tür
  • Zamperlrennen
  • Zamperlschau
  • Weihnachtsbaum mit Wunschzetteln der Tierheimtiere im Fressnapf Miesbach
  • Fackellauf von Soul of dog
  • Schulung der Gassigeher im Tierheim Rottach-Egern seit September 2010

Sonstiges

  • Vor Weihnachten mehrere Hunde an den Rasthöfen Holzkirchen und Irschenberg ausgesetzt gefunden
  • Im Dezember mehrere Katzen unter Mülltonnen am Rasthof Holzkirchen gefunden
  • Seit August 2010 leider kein Platz mehr im Tierheim für Pensionshunde durch Überbelegung von Abgabehunden, bzw. Einweisungstieren via Behörden

Geplante, dringende Renovierungen im Tierheim 2011

  • Katzenhaus, Tierheimzäune

Termine 2011 (bitte klicken)


20.04.11

Auch in Bayern wäre das Katzenelend vermeidbar! (PDF) Bitte anklicken um den Text zu lesen


07.04.11

Freilaufende Katzen

Fast täglich erreichen uns Anrufe von Leuten, die unbekannte Katzen in ihrem Garten sehen und dann aus falscher Tierliebe den vierbeinigen Besucher anfüttern. Die Katzen finden das natürlich toll und kommen dann immer wieder, da es ja nun eine zweite Futterstelle gibt. Nach ein paar Tagen sind die vermeindlichen Fütterer dann aber meist genervt und wollen das Tier dann wieder loswerden. Schließlich folgt der Anruf im Tierheim, dass sofort jemand kommen soll und das Tier aus dem Garten entfernt werden muß, da es z.B. Probleme mit der eigenen Katze gibt.

Bitte füttern Sie nur ihre eigenen Katzen!

Sollten Sie eine Katze finden die krank, bzw. sehr abgemagert wirkt, dann können Sie gerne den Tierschutzverein benachrichtigen. Bei fast allen anderen Fällen gibt es meist einen Besitzer, der sein Tier vermisst. Oft kommt es dann zu weiteren Problemen, wo „Besitzverhältnisse“ geklärt werden müssen und auch Nachbarschaftsstreite entstehen können. Sobald eine unbekannte Fundkatze in ein Tierheim kommt, muss diese erst einmal zur Vorbeugung in einer kleinen Quarantänebox untergebracht werden.


30.03.11

Achtung Amphibien!

Wie in den Vorjahren begeben sich aufgrund der milderen Temperaturen auch in diesem Jahr die ersten Amphibienarten auf die Wanderung zu ihren Laichgewässern. Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern bittet Autofahrer rücksichtsvoll zu fahren, auf Hinweisschilder zu achten und das Tempo zu drosseln. Wege, die als Wanderrouten bekannt sind, sollten wenn möglich gemieden werden.

Das immer dichter werdende Straßennetz wird vielen wandernden Tieren zum Verhängnis. In hohem Maße betroffen sind auch Kröten, die mit steigenden Temperaturen ihre Wanderungen aufnehmen. Sie verlassen ihre Winterquartiere, um sich geeignete Gebiete zum Ablaichen zu suchen. Als eine der ersten Amphibienarten nimmt die Erdkröte im Frühjahr die Wanderung auf. Wie bei allen anderen Kröten dauert diese nur wenige Wochen. Gerade Erdkröten wandern nicht einzeln, sondern in größeren Gruppen, so dass es zu so genannten Massenwanderungen kommt. Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von Krötenzäunen, -tunneln oder –brücken reagiert wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz. Sie sammeln die Tiere am Straßenrand ein und tragen sie über die Straße, damit sie auf der anderen Seite ihren Weg fortsetzen können.

Der Landesverband Bayern warnt: „Gerade die Amphibien werden oft, im wahrsten Sinne des Wortes, übersehen. Besonders an regnerischen Abenden, wenn es zwischen sieben und zehn Grad warm wird, machen sich die nachtaktiven Tiere auf den Weg. Wann genau das ist oder sein wird ist sehr schwer zu sagen. Aber bitte, liebe Autofahrer, fahren Sie vorsichtig und achten Sie auf die Kröten. Auch sie haben das Recht unbeschadet die Straße zu überqueren!“ Betont Nicole Brühl, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern.


27.02.11

Tierbabys in Zoos: Heute Besuchermagnet, morgen tot

Scharfe Kritik an Zoodirektoren, die Tiertötungen als Managementmethode nutzen wollen

Die ersten warmen Tage locken bald wieder mehr Besucher in die Zoos. Natürlich auch wegen der vielen Jungtiere, die es dort zu sehen gibt. Doch viele Zoos züchten nahezu unkontrolliert, obwohl sie nicht ausreichend Platz für den Tiernachwuchs besitzen und nicht klar ist, was später mit den Tieren passiert. Diese "überzähligen" Tiere werden, wenn sie aus der Rolle des Publikumsmagneten herausgewachsen sind, oft unter dubiosen Umständen verkauft oder häufig sogar getötet. Solches Vorgehen, das immer mehr Zoodirektoren als zulässige Methode des Zoomanagements fordern, stellt einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Die aktuelle WDR-Dokumentation „Geboren, um zu sterben" belegt diese gängige Praxis in Zoos und Tierparks, die der Deutsche Tierschutzbund schon seit Jahren kritisiert.

Für Zoos ist der Tiernachwuchs für den Kassenumsatz ganz klar wesentlich förderlicher als erwachsene Tiere. Doch nach wenigen Monaten ist kein Platz mehr für die einstigen Besuchermagneten: Sie werden entweder eingeschläfert und verfüttert oder an dubiose Tierhändler bzw. Zirkusse abgegeben. „Zoos waren und sind keine Arche Noah. Es geht dem Zoo-Management immer vorrangig darum, die zahlenden Besucher zu befriedigen. Und Jungtiere sind dazu natürlich bestens geeignet - zumindest solange sie klein und niedlich sind. Was danach mit ihnen geschieht, bleibt häufig im Verborgenen", kritisiert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Schon der nahezu unregulierte, weltweite Handel von Tieren ist ethisch nicht zu vertreten. Eine Tötung von Tieren ohne vernünftigen Grund aber ist in Deutschland klar verboten", stellt Apel fest.

Auch in der aktuellen Rechtsliteratur würden die von den Zoos angeführten Argumente (z. B. Arterhaltung) für die Tötung gesunder Jungtiere als nicht ausreichend im Sinne des Tierschutzgesetzes erachtet. Das erst kürzlich im Dezember 2010 bestätigte Urteil zur Tigertötung in Magdeburg hat dies ebenfalls belegt.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert strengere Richtlinien für das Management von Zootieren. So sind für jede Tierart entsprechende Methoden der Populationskontrolle spezifisch zu prüfen und ggf. umzusetzen. Dies kann je nach Tierart beispielsweise über Kontrazeption oder die zeitweilige Separierung der Geschlechtspartner geschehen.


11.02.11

Kampf gegen Tiertransporte

Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren eine Begrenzung der Tiertransportdauer und unterstützt daher die Kampagne "8hours". Das Ziel ist, damit eine klare Verbesserung für die Tiere auf den Transporten zu erreichen. Denn immer noch werden jedes Jahr Millionen Tiere über tausende von Kilometern auf engstem Raum zusammengepfercht auf Europas Straßen transportiert - in endlosen Wechseln von bis zu 29 quälend langen Stunden Fahrt und 24-stündigen Pausen. Das muss sich ändern, deshalb bittet der Verband alle Tierfreunde um Unterstützung von „8hours".

Jährlich werden über 360 Millionen Tiere in Europa und über seine Grenzen hinweg transportiert, Geflügel nicht einmal eingerechnet - viele davon sind Schlachttiere. „Noch immer werden lebende Tiere tagelang und unbegrenzt durch die Welt gekarrt, anstatt vor Ort geschlachtet zu werden - nur damit die Industrie ein paar Cent mehr Profit pro Schlachttier einstreicht", kritisiert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Nach jahrelangem Ringen haben die EU-Agrarminister im November 2004 zwar eine neue europäische Gesetzgebung zum Schutz der Tiere beim Transport beschlossen, die 2007 in Kraft getreten ist. Mit der neuen Verordnung hat sich an den katastrophalen Zuständen auf Europas Straßen jedoch nichts verändert. Denn die heftig umstrittenen Hauptproblempunkte - die Anforderungen an die Transportzeiten, Ladedichten sowie das Klima - blieben in der neuen Verordnung unverändert und damit auch die unerträglichen Rahmenbedingungen, unter denen tagtäglich etwa eine Million Tiere transportiert werden.

Zu den dringenden Forderungen der Tierschützer gehören eine definitive zeitliche Begrenzung der Transportdauer und bessere Bedingungen für die Tiere auf den Transportfahrzeugen, insbesondere was die Temperatur- und Platzverhältnisse angeht. Dass die Transportzeiten endlich beschränkt werden, fordert auch die von Europaabgeordneten und Tierschutzorganisationen gegründete und vom Deutschen Tierschutzbund begleitete Initiative „8hours - STOP long animal transports". Das Ziel von '8hours' ist es, möglichst viele EU-Bürger für das Thema zu gewinnen, um eine klare Verbesserung für die Tiere auf den Transporten zu erreichen.


28.01.2011

Pressemitteilung: Bayerischer Tierschutzverband begrüßt den Wolf in Bayern

Der Wolf ist in Bayern angekommen: Im oberbayerischen Bayrischzell wandert derzeit ein junger Rüde umher. "Wir begrüßen die Rückkehr des Wolfes. 150 Jahre nach seiner Ausrottung hat der Wolf die Chance ergriffen, sich in seiner ehemaligen Heimat Bayern wieder anzusiedeln", erklärt Nicole Brühl vom Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbundes. Sie hofft auf die Akzeptanz des Wolfes, damit es nicht wieder - wie bei Bär Bruno - zu einer Hatz auf einen Zuwanderer kommt. "Der Wolf wird oft als gefährlich für den Menschen vorverurteilt. Doch Wölfe sind nachtaktiv und eher scheu. Sie gehen dem Menschen aus dem Weg", so Nicole Brühl.

In acht Bundesländern lebt man bereits mit dem Wolf - am bekanntesten ist das sächsische Lausitz-Gebiet, in dem 1996 der erste Wolf gesichtet wurde. Heute leben dort 25 bis 50 Wölfe in sechs Rudeln. Nicht auszuschließen ist, dass von dort auch Wölfe über das Fichtelgebirge nach Oberfranken einwandern. Das wären nur etwa 200 km Wegstrecke und für einen Wolf, der an einem Tag bis zu 50 km wandern kann, keine allzu große Entfernung - vor allem weil junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Revier besonders weit wandern. Immerhin benötigt der Wolf ein etwa 100 Quadratkilometer großes Revier. Auch aus Italien und aus der Schweiz könnten Wölfe beispielsweise ins Allgäu oder nach Oberbayern einwandern. Genau das scheint der Wolf zu versuchen: 2006 wurde bei Pöcking am Starnberger See ein aus Italien zugewanderter Wolf überfahren, 2009 näherte sich von Imsterberg (Tirol) aus ein Wolf dem nur 25 km entfernten Allgäu.

Jetzt ist ein Schweizer Wolf in Bayrischzell angekommen und es muss sich noch heraus stellen, ob er bleibt oder ob er nur durchzieht. Leider hat er sich nicht gleich von seiner besten Seite gezeigt, denn er riss vier Schafe. "Herdenschutzhunde oder Elektrozäune können Nutztiere vor Angriffen von Wölfen schützen", rät Nicole Brühl vom Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbundes. Das Bayerische Umweltministerium erstellt gemeinsam mit Wolfsexperten einen Mangementplan für die seit 1990 in ganz Deutschland geschützten und daher nicht bejagbaren Wölfe. Dabei wurde mit dem Bayerischen Jagdverband, dem Bund Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz ein Wildtierfonds eingerichtet, der für den Fall, dass Wölfe Haus- und Nutztiere reißen, Entschädigungen bezahlt.

Menschen müssen sich vor dem Wolf nicht fürchten - auch im Wolfsgebiet Lausitz kam es bislang zu keinem aggressivem Verhalten des Wolfs gegenüber dem Menschen. Eine Studie des Norwegischen Instituts für Naturforschung (NINA) bestätigte 2002 auch, dass von gesunden Wölfen keine Gefahr oder Aggression ausgeht und das Risiko eines Angriffs auf den Menschen sehr gering und ungewöhnlich sei. Möglich wäre dies laut Studie höchstens, wenn man das Tier zu sehr an den Menschen gewöhnt oder wenn das Tier Tollwut hat. Deutschland aber ist seit 2008 tollwutfrei. "Das Märchen vom bösen Wolf, der Rotkäppchens Großmutter fraß, hat mit der Realität nichts zu tun", betont Nicole Brühl. "Der Mensch gehört nicht zum Beuteschema des Wolfs, sondern er jagt Wildtiere, wie Rehe, Wildschweine oder Hirsche. Der Wolf ist eher vorsichtig und geht Konflikten mit dem Menschen aus dem Weg. Die Chance, einem Wolf zu begegnen, ist fast wie ein Sechser im Lotto." Sollte es dennoch dazu kommen, gibt es ein paar goldene Verhaltensregeln:

Niemals weglaufen, sondern sich ruhig und langsam zurück ziehen. Wölfen sollte man stets mit Ruhe und Respekt und in großer Distanz begegnen. Sollte der Wolf mal einem Menschen zu nahe kommen, empfiehlt es sich, mit ruhiger aber lauter Stimme zu sprechen und ein paar leichte Gesten zu machen: Dies erregt die Aufmerksamkeit des Wolfes, der den Menschen vielleicht schlichtweg übersehen hat, und er wird diesen Moment höchstwahrscheinlich dazu nutzen, sich aus dem Staub zu machen. Auf keinen Fall sollte der Mensch Wölfe füttern oder ihnen neugierig nachlaufen. Hat der Mensch einen Hund dabei, dann sollte der Hund angeleint und dicht beim Menschen gehalten werden. Hat sich der Wolf in der Nähe einer menschlichen Besiedlung niedergelassen, dann sollte man darauf achten, dass Mülltonnen nicht als Nahrungsquelle genutzt werden können.

Einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz des Wolfes können auch Politik, Jäger und Landwirte leisten. Nicole Brühl: "Es gilt die Öffentlichkeit sachlich, richtig und rechtzeitig zu informieren und auf die Rückkehr des Wolfes vorzubereiten. Ebenso sachlich und rational muss von der Politik, den Jägern und den Landwirten auf die Anwesenheit des Wolfes reagiert werden." Sie fordert deshalb auch, dass die Expertengruppe den bayerischen Mangementplan für den Wolf zügig fortschreibt.

Weitere Infos über Wölfe (Canis lupus) Wikipedia


27.01.2011

Fühl Dich wie ein Schwein

Gegen Ferkelkastration ohne Betäubung

Sie spart an Geld. Sie spart an Zeit. Aber sie spart nicht an Leid, die übliche Form der Ferkelkastration. Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden hierzulande jedes Jahr über 20 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung – bei vollem Bewusstsein, bei vollem Schmerz. Und das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt diese Qual.

Höchste Zeit, etwas zu tun. Wir fordern die Bundesregierung und die für Tierschutz zuständige Ministerin Ilse Aigner auf: Ändern Sie das Tierschutzgesetz und verbieten Sie die betäubungslose Ferkelkastration!

Weitere Infos und Bildmaterial auf der Seite des Deutschen Tierschutzbundes


14.01.2011

Anti-Pelz-Kampagne: Fühl dich wie ein Nerz

Auch wenn die Pelzmodeindustrie im Winter alljährlich ihre PR-Maschinerie anwirft, um die Zustände schönzureden: An den grausamen Methoden der Jagd und Haltung von Pelztieren hat sich nichts geändert. Pelzmode bleibt Qualmode.

Aber: Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen, die Situation der Wildtiere, die ihres schönen Felles wegen leiden und sterben müssen, zu verbessern. Proteste und Verbraucherboykott haben vielerorts in Europa bereits zum Rückgang der Pelztierzucht oder gar zu deren Verbot geführt.

Pelze sind Produkte, die mit Tierquälerei erkauft werden. Daran hat sich nichts geändert - so sehr die Pelzindustrie ihre Werbung auch forciert. In großformatigen Anzeigen, mit PR-Berichten in Tageszeitungen und Zeitschriften versucht die Pelzindustrie alljährlich vor allem in den Wintermonaten den Eindruck zu vermitteln, Pelz sei “in” und das Leid der Tiere interessiere die Verbraucher heute nicht mehr. Doch Europas Bürger wollen die Quälerei für Pelz nicht mehr hinnehmen und die Verbraucher haben die Macht. Proteste und Verbraucherboykott haben vielerorts in Europa zum Rückgang der Pelztierzucht oder zu deren Verbot geführt. Deutschland allerdings hinkt immer noch hinterher.

Tierquälerische Käfighaltung

Pelztiere werden in Käfigen gehalten und damit jeder Möglichkeit beraubt sich artgerecht zu verhalten. Auf Pelztierfarmen werden nicht einmal die Minimalansprüche, die diese Tiere an ihre Umgebung stellen, erfüllt. Enge Drahtkäfige aus Gitterrosten sind heute die üblichen Haltungssysteme für Pelztiere in Farmen. Tiere, die sich in freier Wildbahn aus dem Weg gehen würden, werden auf engstem Raum nebeneinander untergebracht. Nerze sind in engste Käfige eingepfercht, ohne jede Bademöglichkeit. Auch die Wasser liebenden Nutrias (Sumpfbiber) werden häufig in Verschlägen aus Beton, in der Regel ohne Zugang zu einem Badebassin gehalten. Füchse haben in den Drahtkäfigen keine Möglichkeit zum Graben und Wühlen und die springfreudigen Chinchillas sind in winzigen Käfigen zur Bewegungslosigkeit verurteilt.

Grausame Fangmethoden

In freier Wildbahn werden Pelz tragende Wildtiere auch heute noch in vielen Ländern mit Fangeisen gefangen. So gefangen kämpfen die Tiere oft Stunden oder gar Tage um ihr Leben, bevor sie an Erschöpfung, Hunger, Durst oder an ihren Verletzungen sterben. Bei ihren vergeblichen Befreiungsversuchen reißen sie sich tiefe Wunden ins Fleisch, verrenken oder brechen sich die Gliedmaßen. Manche Tiere beißen sich sogar die eingeklemmten Pfoten ab.

Scheinargumente der Pelzindustrie

Regelmäßig behauptet die Pelzindustrie, dass die Jagd eine notwendige Bestandsregulierung sei. Doch die meisten Pelztiere sind Beutegreifer. Ihr Bestand wird durch das Beuteangebot reguliert. Jeder Eingriff von außen stört das natürliche Gleichgewicht. Der Mensch kann nur reduzierend in einen Tierbestand eingreifen, aber niemals Teile eines Ökosystems regulieren. Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass Tiere wie Tiger, Leoparden, Geparden, Schneeleoparden und Nebelparder aufgrund ihrer Felle fast ausgerottet worden sind. Internationale Artenschutzbestimmungen zum Schutz von vom Aussterben bedrohten bzw. gefährdeten Arten werden immer wieder umgangen.

Weltweit werden Millionen Tiere jedes Jahr für den Handel mit Pelzen getötet, um ihre Felle zu Mänteln, Jacken oder Mützen zu verarbeiten. Für einen Pelzmantel sterben 30 bis 50 Waschbären oder 14 Luchse, 40 bis 60 Nerze , zwölf Wölfe, 110 Eichhörnchen oder 130 bis 200 Chinchillas.

Jeder der sich mit Pelz kleidet, hat Blut an den Händen, egal ob Mann oder Frau. Und wer damit handelt, macht sich erst recht mitschuldig am millionenfachen Leid der Tiere. Also: Finger weg vom Pelz. Es gibt keinen vernünftigen Grund, dass Tiere leiden und sterben, um sich einen grausamen Luxus zu leisten.

Weitere Infos zu diesem leider immer noch sehr brisanten Thema gibt es hier!


13.11.2011

Reptilienbörsen

In Deutschland finden jedes Jahr tausende Tierbörsen statt - Tendenz steigend. Reptilienbörsen stellen dabei eine besondere Sparte dar. Sie sind jedoch grundsätzlich kritisch zu beurteilen, weil die Haltung von Exoten in Privathaushalten kaum artgerecht möglich ist.

Auf den Reptilienbörsen können Besucher Exoten kaufen, ohne dass sie Fachwissen nachweisen müssen. Die Gefahr von Spontankäufen ist hoch, weil die Preise zum Teil sehr niedrig sind und das oft faszinierende Aussehen der Tiere die Käufer über Haltungs- und Fütterungsansprüche hinwegsehen lässt.

Auf der Terraristika in Hamm, nach Auskunft der Veranstalter die weltweit größte Reptilienmesse, haben wir bei unseren Besuchen vielfältige Missstände dokumentiert:

  • die Tiere werden oft in viel zu kleinen, unstrukturierten Plastikbehältern zum Verkauf angeboten
  • die Behältnisse stehen - häufig ungeschützt - auf Tischen in Reihen, durch die sich die Besuchermengen drängeln, so dass die Tiere ständigen Erschütterungen ausgesetzt sind
  • die Händler kommen aus ganz Europa, was für die Tiere weite Anreisestrecken und damit verbundenen Stress bedeutet
  • es werden Arten angeboten, über die kaum Fachwissen zur artgerechten Haltung existiert#
  • immer noch werden Wildfänge angeboten
  • die Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für die Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten aus dem Jahr 2006 finden ebenso wie die hauseigene Börsenordnung kaum Beachtung

Tierfreunden raten wir dringend, keineTierbörsen zu besuchen, um den Exoten-Handel nicht zu unterstützen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine bundesweit gültige Verordnung für derartige Tiermärkte, damit Veterinärbehörden bei Regelverstößen eingreifen können und wenigstens ein gewisser Schutz der Tiere erreicht werden kann.


12.01.2011

System der Tierproduktion muss hinterfragt werden

Ein auf Profit und billige Ware ausgerichtetes System der Tierproduktion ist anfällig für kriminelle Machenschaften. Diese sind dann nur noch schwer unter Kontrolle zu bringen, wie die aktuelle Entwicklung im Dioxinskandal zeigt. Die Folge: Verbraucher sind verunsichert und die Tiere werden zu Abfall deklariert und vernichtet. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine Umkehr in der Lebensmittelproduktion und einen Umgang mit Tieren, für den die Gesellschaft sich nicht mehr schämen muss. Hintergrund dafür ist die aktuelle angeordnete Tötung von Schweinen: Werden Tiere getötet, weil der Dioxingehalt im Fleisch die Grenzwerte überschreitet, ist das ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, stellen die Tierschützer fest.

Laut Tierschutzgesetz darf kein Wirbeltier in Deutschland ohne vernünftigen Grund getötet werden. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, dazu: „Die Tiere sind nicht akut krank, sie könnten trotz der Dioxinbelastung weiterleben. Der vernünftige Grund einer Tötung, nämlich die Nahrungsgewinnung, ist nicht gegeben." Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die zuständigen Behörden, Tiertötungen nicht als Schnellschüsse zu missbrauchen, um Sicherheit für die Verbraucher vorzutäuschen. Der Verband weist auch auf ein weiteres Problem in der Massentierhaltung hin: Wenn Betriebe gesperrt sind, die Tiere aber schlachtreif wären, kann das mit erheblichen Tierschutzproblemen verbunden sein. Schweine haben in der industriellen Mast ein sehr begrenztes Platzangebot, sie nehmen täglich an Gewicht zu, so dass eine Verlängerung der Mast, weil der Betrieb gesperrt ist, für sie eine weitere Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten bedeutet. Damit werden die ohnehin schon katastrophalen Haltungsbedingungen zusätzlich verschlimmert.

Der Deutsche Tierschutzbund hält eine Abkehr von der immer stärker werdenden Industrialisierung der Tierhaltung in der Landwirtschaft für unausweichlich. „Wir befinden uns auf einem agrarpolitischen Irrweg. Tausende von Betrieben in Deutschland werden von einem Verursacher geschädigt, wie in diesem Fall. Diese Industrialisierung birgt immer die Gefahr eines Flächenbrandes, weil sich die Folgen von gesundheitsschädlichen Belastungen oder auch Seuchen katapultartig zu Lasten von Mensch und Tier ausbreiten. Eine regional ausgerichtete Landwirtschaft als Kreislaufwirtschaft würde mehr Sicherheit schaffen und Mensch und Tier besser schützen", bilanziert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Und richtet den Blick auch auf den Verbraucher: „Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass das billige Fleisch jeden Tag mit artgerechter Haltung in Einklang zu bringen ist", so Apel weiter.


25.12.2010

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Tiere in der Sylvesternacht!

Das Tierheim Rottach-Egern bittet in der Sylvesternacht bei der Knallerei dringend Rücksicht auf Haus- wie auch Wildtiere zu nehmen um unnötigen Schäden zu vermeiden. Fast jedes Jahr sammel die Mitarbeiter des Tierheimes an Neujahr zahlreiche Hunde ein, die in der Sylvesternacht durch die Knallerei von Raketen, Heulern und Böllern vor Angst von zuhause geflüchtet sind und dann am nächsten Tag herrenlos umher irren.

Presseartikel des Deutschen Tierschutzbundes:

Tierlieb ins neue Jahr ohne wilde Böllerei: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen Außergewöhnliche Lautstärke und heftiges Knallen zum Jahreswechsel sind für viele Menschen ein tierisch-schönes Vergnügen - aber nur für sie. Haustiere und Wildtiere leiden an Silvester unter extremen Geräuschbelästigungen, hervorgerufen durch Böller, Raketen und Co. Tierhalter sollten ihren tierischen Lieblingen deshalb in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit schenken und geeignete Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Zudem appelliert der Deutsche Tierschutzbund an Alle, auf Tiere in der Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen und, wenn überhaupt, nur weit entfernt von Haushalten mit Tieren zu „böllern". Menschen, die mit ihren Tieren feiern, rät der Verband, „knallerfreie Zonen" einzurichten.

Grundsätzlich gilt: alle Tiere reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Der plötzlich auftretende, ungewohnte Lärm in der Silvesternacht - und vielfach auch schon in den Stunden zuvor - versetzt sie in Angst und Schrecken. Er kann zu Gehörschäden und Traumata führen. Daher sollte überall dort, wo Tiere leben, auf laute Feiern und auf Feuerwerke verzichtet werden.

Bereits einige Tage vor Silvester sollten Tierhalter entsprechende Vorkehrungen treffen: So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen - Unfälle, verursacht durch das verstörte Tier, sind oft die Folge.

Am Silvesterabend sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm ein wenig zu dämpfen. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster und alle anderen Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden. Am besten ist es, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Auch für Wildtiere in Wald und Flur ist der Krach in der Silvesternacht ungewohnt. Deshalb rät der Deutsche Tierschutzbund, auf Feuerwerke am Waldrand, in Waldlichtungen oder Parkanlagen zu verzichten.


23.12.2010

Pressemitteilung: Ein Tier ist kein Geschenkartikel!

Viele Eltern haben bereits mit den Weihnachtsbesorgungen begonnen. Dabei haben sicherlich einige Kinder im Vorfeld den Wunsch nach einem Haustier geäußert. Tiere sind aber keine Überraschungsgeschenke. Immer wieder werden kurz nach den Feiertagen viele unüberlegt verschenkte Tiere in den Tierheimen abgegeben.

"Gemeinsam sollten Eltern und Kinder sich gewissenhaft überlegen, welche Bedürfnisse zum Beispiel Hunde, Katzen, Kaninchen oder Wellensittiche haben. Sie sollten sich bewusst sein, dass ein Tier Pflege, Fürsorge und vor allem viel Zeit benötigt." Betont Nicole Brühl, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern. Hierzu gehören neben täglicher Fütterung und bei Hunden ausgiebigen Spaziergängen auch Pflege und Hygiene. Gerade größere Tiere verursachen meist nicht zu unterschätzende Kosten durch Futter und tierärztliche Betreuung. Auch ein Blick in den Mietvertrag und ein Ausschließen von Tierhaarallergien aller Familienmitglieder kann eine spätere Enttäuschung für Mensch und Tier vermeiden helfen. Ist die Entscheidung für ein Tier getroffen, sollte der gemeinsame Gang in eines der dem Deutschen Tierschutzbund angehörigen Tierheime führen, die mit Rat und Informationen aller Art helfen können.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern rät außerdem das neue "tierische Familienmitglied" vom Trubel der Festtage fernzuhalten. Für ein Tier, das sich in eine neue Umgebung eingewöhnen soll, kann das puren Stress bedeuten. Unser Tipp: Legen Sie artgerechtes Zubehör unter den Baum und nehmen Sie das Tier erst nach den Feiertagen auf

"Bei aller Freude, die uns die Haustiere machen, vergessen Sie bitte nicht: Tiere sind Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Sie sind kein Spielzeug und keine Umtauschartikel!" betont Nicole Brühl ausdrücklich. Und ganz wichtig: Die Eltern sollten immer die endgültige Verantwortung für das Tier tragen. Kinder verlieren oft schnell das Interesse, das ist sehr häufig der Fall und ganz normal. Wenn ein Tier ins Tierheim zurück gebracht wird, "weil die Kinder kein Interesse mehr haben", dann haben die Eltern vorher nicht richtig nachgedacht, denn Kinder können nicht abschätzen wie viel Arbeit ein Tier machen wird, egal wie oft man es Ihnen vorpredigt.

"Ein verantwortungsvolles Verhalten ist ein viel besseres Signal an die Kinder, als jedem Wunsch auf Biegen und Brechen nach zu kommen. Deshalb meine dringende Bitte: Erst gründlich nachdenken und sich gut informieren, dann erst ein Tier ins Haus holen." fordert Nicole Brühl, in der Hoffnung, dass dieses Jahr die Tierheime in Bayern nach den Feiertagen nicht wieder mit unüberlegten Geschenken konfrontiert werden.


22.12.2010

Das Herrchen der beim MC Donalds Restaurant beim Rasthof Irschenberg an der Autobahn gefundenen Münsterländer-Labradormix Hündin hat sich nach dem Zeitungsartikel vom 21.12.2010 im Miesbacher Merkur in der Zwischenzeit nach 9 Tagen bei uns gemeldet.

Die Spur nach den Besitzern, oder Aussetzern des kleinen, vierjährigen Yorkshire Rüden fehlt leider immer noch!


20.12.2010

Das Hundehaus des Tierheims Rottach-Egern ist derzeit an seine maximale Aufnahmekapazität gelangt

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wurden bereits mehrere Tiere an den Rasthöfen Irschenberg und Holzkirchen ausgesetzt

Am Dienstag, 14.12.2010 wurden eine freundliche Mischlingshündin und ein kleiner Yorkshire Terrier zitternd und hungrig in der Kälte vor dem MC Donalds Restaurant beim Rasthof Irschenberg an der Autobahn gefunden. Wir gehen davon aus, dass die Tiere dort ausgesetzt wurden. Die größere Hündin (wahrscheinlich Münsterländer-Labrador-Mix) ist gechippt aber leider nicht registriert.

Keiner der Hunde ist tätowiert und eine Steuermarke fehlt ebenfalls. Die Hündin trägt ein herkömmliches, einfaches Kettenhalsband, der Rüde ein Lederhalsband, welches mit einem Plastikzug verschlossen ist. Die Hunde wurden umgehend von uns abgeholt und befinden sich nun im mitterlweile überfülltem Hundehaus.

Seit August können bereits keine Pensionshunde mehr aufgenommen werden und ein Neuzugang im Hundehaus musste bereits in eine viel zu kleine Notunterkunft verlegt werden.

Zum Nachteil der Tierheimhunde gibt es im Landkreis Miesbach inzwischen immer mehr Privatvermittlungsstationen, wo sogenannte Not leidende Südhunde -zumeist Hündinnen- aus dem Ausland eingeflogen werden und dann oftmals zu schnell und ohne Vorkontrollen an ein neues Zuhause vermittelt werden. Wir sehen diesen gut gemeinten Trend mit etwas Besorgnis, da vorallem die oft älteren Tierheimhunde dadurch "noch" schwerer zu vermitteln sind. Es gibt vielschichtige Probleme mit artgerechter Tier- und Haustierhaltung im eigenen Land, bzw. Landkreis, so dass wir zunächst auch vor der eigenen Haustüre kehren sollten, bevor wir unsere Blicke über des Nachbarn Zaun schweifen lassen...

Natürlich sollte und darf der Tierschutz keine Grenzen haben, aber die Konsequenzen einer jeden Handlung sollten mit in Betracht gezogen werden.

Unser Tierheimteam versucht nach bestem Wissen und Gewissen die Hunde an das passende Zuhause zu vermitteln und dabei kann es auch mal zu Engpässen kommen, da nicht jeder neue Platz unbedingt für das Tier geeignet sein muss, auch wenn der Hund durch sein Äußeres gefallen würde. Jeder Tierheimhund hat seine eigene, einzigartige Geschichte und die Fehler, welche die letzten "Besitzer" vor der Abgabe des Tieres an das Tierheim gemacht hatten, müssen dann mit viel Hingabe, Vertrauen und Arbeit nun wieder gut gemacht werden!

Eine Woche zuvor wurden bereits mehrere Katzen- ein Kater und zwei Kätzinnen- am Rasthof Holzkirchen von einem Tierfreund gerettet. Die 3 Katzen wurden von einem Autofahrer unter einer Mülltonne am Autobahnrasthof Holzkirchen gefunden. Die freundlichen Katzen waren abgemagert und mautzten laut. Alle 3 sind an Menschen gewöhnt, verschmust und kennen das Katzenklo. Die Tiere wurden mittlerweile gechippt, geimpft und entwurmt und sind in unserem Katzenhaus untergebracht. Nun freuen sie sich auf ein neues Zuhause, wo sie nicht mehr abgeschoben werden und ein glückliches Katzenleben führen dürfen.

Wir fragen uns, wie feig man den sein muss, um noch dazu bei dieser klirrenden Kälte Tiere einfach auszusetzen? Wir sind dankbar für jeden Hinweis, auch an die Polizei, die zur Aufklärung beitragen könnten!


01.12.2010

Pressemitteilung: Vogelfütterung

Wenn im Herbst die Temperaturen fallen, stellen sich viele Tierfreunde die Frage, ob die bei uns überwinternden Vögel bei ihrer Futtersuche unterstützt werden müssen. Manche Experten plädieren sogar dafür, Vögel ganzjährig zu füttern. Hierzu gibt es unterschiedliche Argumente, die zu überprüfen und abzuwägen sind.

Die Gegner der Fütterung befürchten einen unkontrollierten Eingriff in den Ablauf der Natur, der den natürlichen Ausleseprozess verhindere. Kranke und schwache Tiere würden durch den Winter gebracht, obwohl die Natur dies nicht vorgesehen hätte. Außerdem würden nur solche Vogelarten unterstützt, die dies nicht nötig hätten, da ihr Bestand ohnehin nicht gefährdet sei. Seltenere Arten würden dabei noch weiter zurückgedrängt.

Die Befürworter der Fütterung halten mit Recht dagegen, dass die Umweltbedingungen für unsere Vögel schon schlecht genug sind, so dass es auf den Schutz jedes einzelnen Tieres ankommt. Unmengen von Pestiziden, die sowohl von den Landwirten als auch von vielen Kleingärtnern versprüht werden, die Anzahl der Insekten und damit das Futterangebot für die Vögel vermindert. Überdies werden die giftigen Chemikalien in noch überlebenden Insekten gespeichert. Fressen die Vögel diese Insekten, so sammeln sich die Gifte im Fett der Vögel an. Wenn das Fett in eisigen Nächten, in denen kleinere Singvögel, wie zum Beispiel Meisen, bis zu zehn Prozent ihres Körpergewichtes verlieren, wieder abgebaut wird, gehen die Tiere unter Umständen an den freigesetzten Giften qualvoll zugrunde.

In Gebieten, in denen, beispielsweise infolge zunehmender Intensivierung der Landwirtschaft, die Nahrung knapp ist, finden die Vögel, so argumentieren die Befürworter der Ganzjahresfütterung, auch in der warmen Jahreszeit weniger Futter als früher. Wildkräuter, die Insekten anziehen, gehen immer stärker zurück. Perfektionierte Erntemaschinen sammeln auch das letzte Getreidekorn vom Acker. Um in solchen Arealen einem größeren Vogelbestand ein Auskommen zu sichern, sollte nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling, Sommer und Herbst artgerechtes, hochwertiges Futter gereicht werden.

Dadurch, dass Hecken und Sträucher abgeholzt wurden, vor allem im Dienste der „Flurbereinigung“, haben viele Vögel außerdem ihren Lebensraum verloren. Nicht nur in der freien Natur, auch in den Gärten wurden und werden immer noch Brutplätze und Versteckmöglichkeiten der Vögel zerstört, was den Bestand aller betroffenen Vogelarten bedroht und zum Teil erheblich reduziert. Angesichts dieser Umstände kann von einem „natürlichen Ausleseprozess“ durch einen harten Winter kaum noch gesprochen werden. Eine sachgemäße Fütterung, die auf die unterschiedlichen Vogelarten ausgerichtet ist, führt zu keiner Benachteiligung seltener Arten.

Aus tierschützerischer Sicht geht es darum, jedem einzelnen Tier - ob selten oder häufig vorkommend - den drohenden Hungertod zu ersparen und die Lebensbedingungen der einzelnen Arten zu verbessern. Wichtig ist dabei: Wenn gefüttert wird, muss dies unbedingt zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit geeignetem Futter geschehen. Unsachgemäße Fütterung schadet den Tieren mehr als gar keine Fütterung.

Was wird gefüttert?

Das Futterangebot, das der Mensch bereitstellt, muss den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Vogelarten gerecht werden. Tipps zum unterschiedlichen Futterbedarf und entsprechenden Fütterungsmöglichkeiten finden Sie in unserer Broschüre zur Vogelfütterung, die Sie über den unten stehenden Link herunterladen können.

Wasservögel, wie zum Beispiel Schwäne, Enten und Gänse finden in der Regel genügend Futter in der Natur. Sind Seen und Teiche zugefroren, hilft den Wasservögeln eine zusätzliche Fütterung. Geeignetes Winterfutter ist Getreide, Kleie und Hühnerfutter. Auch weiche Kartoffeln, Rübenstückchen, Eicheln und nur in Maßen trockenes Brot können verfüttert werden. Gewürzte Speisereste jedoch sind absolut ungeeignet.


22.11.2010

Das Zamperlrennen in Gmund war wieder sehr gut besucht und erfolgreich!

Beim diesjährigen Zamperlrennen der Hundefreunde Oberland e.V. am Samstag, 13.11.2011 wurden zugunsten des Rottacher Tierheimes € 700,- eingenommen!

Es gab insgesamt 73 Teilnehmer (20 S-Klasse und 53 L-Klasse)

Das Rennen hat wieder riesig Spaß gemacht.

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Strasser und den Hundefreunden Oberland e.V. für die tolle Unterstützung für unser Tierheim in den Weissachauen!


14.11.2010

Weihnachtsbaum im Fressnapf Miesbach für unsere Tierheimbewohner

Die Firma Fressnapf in Miesbach startet ab 25.11.2010 ein Weihnachtsprojekt für unsere Tiere. An einem Weihnachtsbaum werden Wunschzettel der einzelnen Tiere des Tierheims Rottach-Egern aufgehängt, wo all die Wünsche der Tiere zu finden sein werden.

Fressnapf Miesbach

Wallenburgerstraße 1

83714 Miesbach

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Miesbacher Fressnapf für diese tolle Idee!


07.11.2010

Rettet die Tierheime!

Die Tierheime leisten Tag für Tag praktische Tierschutzarbeit, zum großen Teil ehrenamtlich, damit Tiere eine Chance auf ein besseres Leben bekommen. Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen - sie verstehen sich nicht als ausführende Organe der Behörden, obwohl sie für die Kommunen wichtige Pflichtaufgaben übernehmen wie die Aufnahme von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren. Wir erwarten für die Aufgaben, die wir im Auftrag der Kommunen übernehmen, eine kostendeckende Erstattung. Eine breit angelegte Umfrage hat nun ergeben, dass die Kommunen durchschnittlich 25 Prozent der im Tierheim anfallenden Kosten übernehmen, aber knapp 80 Prozent der Leistungen abrufen.

Die Tierheime sind dadurch in ihrer Existenz akut gefährdet: Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Die Gesetzgebung belastet zusätzlich, so z.B. die Hundeverordnungen der Länder, durch die insbesondere große Hunde und bestimmte Rassen im Tierheim landen und nur schwer vermittelbar sind.

Auf der einen Seite gehen Spenden und Sponsoring weiter zurück, auf der anderen Seite werden immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben. Die Tiere bleiben immer länger in den Tierheimen und die Kosten steigen dadurch dramatisch. Auch dort, wo Behörden und Veterinärämter nicht konsequent durchgreifen, müssen die Tierheime einspringen.

Durch Insolvenz bedroht

Rücklagen konnten die Tierheime vor diesem Hintergrund nicht bilden - knapp 50 Prozent stehen vor der Insolvenz, wenn die Spenden weiter einbrechen. Die Tierschutzvereine und ihre Tierheime stehen für alle in Not geratenen Tiere auch unter schwierigen Umständen und in großer Zahl ein. Sie bieten eine sachkundige Tierschutzhilfe, mit artgerechter Pflege und Betreuung der Tiere.

Um diese Standards auch weiterhin halten zu können, brauchen die mehr als 700 Tierschutzvereine mit über 500 vereinseigenen Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, mehr finanzielle Unterstützung der Kommunen. Denn Insolvenzen der Tierheime wären nicht nur ein Rückschlag für den Tierschutz insgesamt, sondern ebenso für die Kommunen, die dann die Fundtierbetreuung in eigener Regie übernehmen müssten. Der Deutsche Tierschutzbund hat alles versucht, um mit den kommunalen Spitzenvertretern ins Gespräch zu kommen - doch das mit den jeweiligen Präsidenten vereinbarte Spitzengespräch wurde kurzfristig abgesagt.

Wir haben an die einzelnen Mandatsträger in den Kommunen mit einem offenen Brief appelliert, den örtlichen Tierschutzverein im Deutschen Tierschutzbund als ihren Partner zu unterstützen. Wir setzen auf die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit, damit die Tierschutzvereine und Tierheime - und damit die Tiere - in dieser Krise nicht auf der Strecke bleiben. Deshalb stand auch der Welttierschutztag am 4. Oktober in diesem Jahr unter dem Leitmotto: Rettet die Tierheime!


24.10.2010

TASSO-Newsletter Welpenhandel – nein Danke!

Tierschutzorganisationen fordern jetzt gesetzliches Verbot

Historische Chance nicht verpassen!

Ein Hund zum Schnäppchenpreis ohne Rücksicht auf seine Gesundheit: Das muss jetzt auch gesetzlich verboten werden, fordern die Tierschutzorganisationen Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) und TASSO e.V.

Im Rahmen ihrer großangelegten Kampagne "Wühltischwelpen - nein Danke!" haben sie eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag gegen den unseriösen, gewinnorientierten Handel mit Hundewelpen eingereicht. Handel ist dabei das An- und Verkaufen von Hunden mit dem Ziel der Gewinnmaximierung. Es geht bei der Petition nicht um seriöse Züchter. Bis zum 25. November 2010 werden 50.000 Unterschriften benötigt. Wenn diese 50.000 Stimmen zusammenkommen, wird der Antrag im Petitionsausschuss des Bundestages angehört. Eine historische Chance, das unsägliche Leid der Hundewelpen zu beenden und den unseriösen Vermehrern das Handwerk zu legen!

Die drei Tierschutzorganisationen bitten daher alle Tierfreunde, die Resolution zu unterzeichnen, auch wenn das Anmeldeverfahren auf der Seite des Deutschen Bundestages ein paar Minuten Zeit kostet. Ziel muss es sein, dass ein Hund nicht länger wie eine Ware behandelt wird.

Das skrupellose Geschäft mit dem unseriösen Hundehandel erreicht inzwischen Gewinnspannen wie der Zigaretten- oder Drogenschmuggel. Schätzungsweise 500.000 Hundewelpen werden jährlich nach Deutschland transportiert und gutgläubigen Käufern in Zeitungsanzeigen und besonders im Internet zu Dumpingpreisen angeboten.Überwiegend in Pappkartons oder aus dem Kofferraum, auf Parkplätzen, Tankstellen und Wochenmärkten, werden die Welpen aus Osteuropa zum Schnäppchenpreis angeboten.

Die Welpen sind oft nur wenige Wochen alt, viel zu früh von der Mutter getrennt, halb verhungert, häufig krank und ohne die notwendigen Impfungen. Die Folgen sind dann horrende Tierarztrechnungen, um den Hund zu retten. Geltendes Tierschutzrecht und tierseuchenrechtliche Bestimmungen sind den skrupellosen Händlern dabei vollkommen egal. Die Einschleppung gefährlicher Seuchen, wie beispielsweise Parvovirose, Staupe oder Herzwürmer nehmen sie billigend in Kauf.

Bitte unterzeichnen Sie gemeinsam mit allen Tierfreunden bis zum 25. November 2010 die Resolution:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14310

Jeder Hund, den wir so retten können, ist es wert!


12.10.2010

8 ausgesetzte Zwergkaninchen aus Holzkirchen

Die 8 Tiere sind derzeit auf einer Pflegestelle in Ebersberg untergebracht.

Anbei der Text der Kollegen aus Ebersberg:

Ein paar Kolleginnen und ich haben am vergangenen Wochenende in einem Maisfeld bei Lochham (Lkr. Holzkirchen) 8 ausgesetzte Zwergkaninchen eingefangen, 2 erwachsene Weibchen und 6 ca. 10 Wochen alte Babies.

Wir wurden von einer befreundeten Tierschützerin um Hilfe gebeten, die von dem Bauern, dem das Maisfeld gehört, informiert wurde. Die Tiere wurden offenbar erst ganz kurz zuvor dort ausgesetzt, da der Bauer noch eine ganze Kaninchengruppe auf einem Fleck zu sehen bekam. Ausserdem lagen noch ein taufrischer Kopfsalat sowie ein paar abgeschälte Maiskolben am Feldrand.

Eine Anzeige bei der Polizei in Holzkirchen wurde erstattet!

Weitere Infos derzeit:

Tierschutzverein Lkr. Ebersberg e.V.

Tierschutzverein Landkreis Ebersberg

Tel. 08092-32513

Mob. 0174-9054144


05.10.2010

Pressemeldung Oktober 2010

Leitmotto zum Welttierschutztag: „Rettet die Tierheime!“

Den Welttierschutztag (4. Oktober) hat der Deutsche Tierschutzbund in diesem Jahr unter das Motto „Rettet die Tierheime!" gestellt. Damit steht die teils existenzbedohende Lage der Tierheime im Mittelpunkt rund um den 4. Oktober. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine bundesweit einheitliche Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung sowie einen Finanztopf für dringend erforderliche Sofortinvestitionen. Einen Höhepunkt der Kampagne bildete eine Kundgebung vor dem Bundesrat in Berlin am 24. September, bei der die Vertreter der Tierschutzvereine diese Forderungen gemeinsam deutlich machten. Hintergrund zur Lage der Tierheime unter: www.rettet-die-tierheime.de. Impressionen von der Demo einschließlich Statements der Politiker, die vor Ort waren, enthält der neue Video-Podcast des Deutschen Tierschutzbundes.

„Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen. Aber da, wo die Tierheime öffentliche Aufgaben übertragen bekommen, wie beispielsweise die Fundtierbetreuung, muss die öffentliche Hand dafür auch kostendeckende Zuschüsse zahlen", stellt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, klar und fügt an: „Jährlich werden in den Tierheimen 300.000 Tiere versorgt. Der aktuelle Tagesbestand beläuft sich auf 90.000 Tiere. Der Staat verschiebt aber immer mehr Aufgaben auf den gemeinnützigen Tierschutz und lässt diesen dann alleine. Das geht so nicht weiter, für viele Tierheime ist die Lage existenzbedrohend. Die Kommunen sind gefordert, mehr Unterstützung zu geben, finanziell und ideell und auch die Länder und der Bund müssen helfen."

Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Gesetzgebung, wie z. B. Hundeverordnungen der Länder, die zunehmende Zahl von Exoten aus privater Hand oder besonders auch die stetige steigenden Katzenzahlen, stellen den praktischen Tierschutz vor erweiterte Herausforderungen. Zudem werden immer mehr Tiere - vor allem alte und kranke -aus finanziellen Gründen abgegeben, was sich wiederum erschwerend auf die Vermittlungsdauer auswirkt, zumal diese Tiere mit hohen Kosten wie u.a. Tierarzt verbunden sind. Notwendige Investitionen beispielsweise in neue Hunde- und Katzenhäuser, oder auch die Sanierung, können vielerorts nicht realisiert werden.

Weitere Informationen gibt es hier:


04.10.2010

Welttierschutzwoche mit Veranstaltung im Schloß Valley am 2. Oktober 2010

Am Samstag, 2. Oktober 2010 fand im Schloß Valley, Zollinger Halle die Zamperlschau mit anschließender Orgelmusik für Hunde, Herrle und Fraule statt.

Alle Hunde waren herzlich eingeladen!


27.09.2010

Animal Hoarding - die Sucht, Tiere zu horten

Animal Hoarding kann mit Tiersammel-Sucht oder Tierhorten übersetzt werden. Es beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem Menschen Tiere in einer großen Anzahl halten, sie aber nicht mehr angemessen versorgen. Es fehlt an Futter, Wasser, Hygiene, Pflege und tierärztlicher Betreuung. Die Halter erkennen nicht, dass es den Tieren in ihrer Obhut schlecht geht.

Woran erkenne ich Tierhorter?

Es gibt Anzeichen, die dabei helfen, dieses Krankheitsbild zu erkennen. Wenn die folgenden drei Kriterien erfüllt sind, handelt sich um einen beginnenden Fall von Tiersammel-Sucht:

  • es werden mehr Tiere gehalten, als in Deutschland im Durchschnitt üblich, also mehr als etwa drei Hunde, drei bis vier Katzen, circa fünf Nager usw.
  • auf dem vorhandenen Gelände bzw. in den vorhandenen Räumlichkeiten leben zu viele Tiere (nach Einschätzung des Amtsveterinärs auf Grundlage von Minimalanforderungen, die wissenschaftlich ermittelt und publiziert wurden)
  • der/die Halter/in zeigt trotz überdurchschnittlich hoher Tierzahl und zu geringem Raumangebot keine Einsicht, dass der Tierbestand reduziert werden muss

In Fällen von Animal Hoarding brauchen sowohl die Tiere als auch die Menschen dringend Hilfe. Doch hierzulande ist die Krankheit noch wenig bekannt.

Deshalb hat der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit Amtstierärzten und Psychologen eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gegründet, um diejenigen, die sich beruflich mit diesem Krankheitsbild auseinandersetzen müssen - wie Amtstierärzte, Tierheimmitarbeiter, Staatsanwälte, Mitarbeiter im sozialpsychologischen Dienst, - umfassend zu informieren.

Weitere Infos gibts hier:


20.09.2010

Exoten

Leider sind im Zoohandel noch zahlreiche andere Tiere – vom Frettchen bis zum Chinchilla, vom Rosenkopfpapagei bis zum Ara und viele andere exotische Raritäten – zu haben. Verantwortungsbewusste Tierfreunde lassen sich durch solche Angebote nicht locken. Denn:

Sind schon Goldhamster und Kaninchen problematische Hausgenossen, so gilt das für Frettchen, Degus, Chinchillas und viele andere Kleinsäuger erst recht.

Waldvögel und Exoten, die der Natur entnommen wurden, sind für die Haltung in Gefangenschaft völlig ungeeignet. Zudem wird der Artenschwund dadurch gefördert. Niemand sollte sich durch den Kauf eines solchen Tieres, auch nicht aus Mitleid, an dieser Tierquälerei beteiligen. # Papageien sind hochsoziale Vögel mit einer hohen Lebenserwartung. Sie eignen sich für den Privathaushalt nicht, weil sie dort in der Regel nicht artgerecht gehalten werden können.

Die meisten Reptilien wie zum Beispiel Schlangen, Krokodile und Echsen können in Privathaushalten kaum artgerecht gehalten werden. Ihre Haltung setzt überdies detaillierte Spezialkenntnisse voraus. Dies gilt auch für die häufig in Fünfmarkstückgröße angebotenen jungen Wasserschildkröten. Ausgewachsen sind sie oft suppentellergroß und können in einem Zimmerterrarium oder gar auf dem Balkon niemals artgerecht gehalten werden. Sie gehören aber auch auf keinen Fall in den Gartenteich.

Weitere Infos dazu gibt es hier:


25.08.2010

Die Kosmetik-Positivliste

Kosmetikfirmen, die in der Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes aufgelistet sind, führen keine Tierversuche durch und verwenden nur Inhaltsstoffe, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden. Die Broschüre enthält jedoch nicht nur die Adressen dieser Hersteller sowie der Läden und Vertrieben, über die deren Produkte zu beziehen sind, sondern auch ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema "Tierversuche in der Kosmetik".

Die Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes für tierversuchsfreie Kosmetik und die aktuellen Adressenlisten finden Sie hier:

Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes

Alle in der Kosmetik-Positivliste genannten Kosmetikhersteller haben die Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes in vollem Umfang erfüllt. Das bedeutet:

1) Abgabe einer rechtsverbindlichen Erklärung, dass

a) keine Tierversuche für Entwicklung und Herstellung der Endprodukte durchgeführt werden,

b) keine Rohstoffe verarbeitet werden, die nach dem 1.1.1979 im Tierversuch getestet wurden. Hierbei ist ausschlaggebend, dass die Substanzen vor dem 1.1.1979 auf dem Markt waren - unabhängig davon, ob sie vor diesem Zeitpunkt im Tierversuch getestet wurden. Substanzen, die nach diesem Zeitpunkt auf den Markt kamen, dürfen nicht im Tierversuch getestet worden sein. Allerdings können weder wir noch die in der Positivliste aufgeführten Hersteller verhindern, dass eine synthetische Substanz, die vor dem 1.1.1979 bereits auf dem Markt war, oder ein natürlicher oder essbarer Rohstoff später noch, nach dem Stichtag 1.1.1979, von Dritten im Tierversuch getestet wurde und wird. Sofern sie mit dem betreffenden Unternehmen in keiner Verbindung stehen, ist es den in der Positivliste aufgeführten Herstellern daher gestattet, die betreffende Substanz auch weiterhin zu verwenden,

c) keine Rohstoffe Verwendung finden, deren Gewinnung mit Tierquälerei (z.B. Bärengalle) oder Ausrottung (z.B. Moschus, Schildkrötenöl) verbunden ist oder für die Tiere eigens getötet wurden (z.B. Cochenille, Seidenpulver). Rohstoffe, die von toten Tieren gewonnen werden, dürfen nicht verwendet werden (Firmen, die mit * gekennzeichnet sind, erfüllen derzeit noch nicht diese Richtlinienänderung). Rohstoffe von lebenden Tieren (z. B. Milch, Eigelb, Lanolin, Bienenwachs, Honig usw.) sollen bevorzugt aus ökologischer Tierhaltung entsprechend der EG-Bioverordnung stammen,

d) keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu anderen Firmen besteht, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben (z.B. Pharmaindustrie).

2) Abgabe einer detaillierten Rohstoffliste mit Lieferantenangabe.

3) Vollständige Angabe der Inhaltsstoffe aller Produkte auf der jeweiligen Verpackung oder in den Katalogen.

4) Sollte ein Hersteller bewusst falsche Angaben machen, so droht ihm eine Vertragsstrafe bis zu 10.000 Euro.


15.08.2010

Urlaubszeit ist gleich Abgabezeit

Kaum beginnen die Ferien, entledigt sich so mancher seines "besten Freundes" - die Tierheime können ein Lied davon singen!

Seit dem die Ferienzeit begonnen hat, ist auch der Betrieb im Tierheim Rottach-Egern stark angestiegen. Kaum ein Tag vergeht, wo nicht ein Tier abgegeben wird, das entweder gefunden wurde, oder aus anderen Gründen wie Allergie, Zeitmangel, Umzug, Urlaub etc. schnell "weg muss"! Das Hundehaus wie auch das Katzenhaus sind derzeit restlos voll, so dass kaum weitere Tiere aufgenommen werden können.

Alle 3 Quarantäneboxen des Katzenhauses sind derzeit belegt. Einige der eingelieferten Tiere waren total verwahrlost wie z.B. eine langhaarige Fundkätzin aus Irschenberg die geschoren werden musste, da ihr Fell bis auf die Haut verfilzt war. Derzeit erreichen uns täglich bis zu 30 Anrufe mit Problemthemen rund um das Tier! Letzte Woche wurden 6 junge Enten gebracht, deren Mutter in Kreuth überfahren wurde. Die Entenkinder werden derzeit von unseren Mitarbeitern entsprechend versorgt. Nebenbei mehren sich auch die Missstandsanzeigen, also schlechte, unkontrollierte Tierhaltungen im Landkries Miesbach, die von unseren Mitarbeitern bearbeiten werden. Bei Katzen wird oftmals fälschlicher Weise bei der Kastration gespart und so werden es dann immer mehr Tiere im Haushalt. In einigen Fällen kommt es dann zu Inzuchtsfällen und so werden die Katzen dann auf unnachvollziehbarer Weise "entsorgt"!

Viele Katzenbabys im Alter von 10-16 Wochen- oftmals Fundtiere- suchen dringend ein neues, liebevolles Zuhause und auch unsere älteren Katzen warten auf den geeigneten Platz für den Rest ihres Lebens. Selbiges gilt für unsere Hunde, derzeit vorwiegend Rüden die oftmals abgeschoben auf ein neues Frauchen/Herrchen warten. Die Vermittlung von Hunden gestaltet sich allerdings etwas schwieriger wie bei einer Katze oder dem Kleintier, da Hund und Herrchen/Frauchen den entsprechenden gegenseitigen Ansprüchen gerecht werden sollten. Ein junger dynamischer Hund benötigt beispielweise auch sportliche Leute, die ihm das geben was seinem Typ entspricht und umgekehrt. Derzeit werden knapp 60 Tiere im Tierheim Rottach-Egern versorgt und betreut, mitunter auch 11 Enten und 2 Schafe, Tendenz steigend...

Am vergangenen Samstag wurde ein junger Französischer Bulldoggenrüde ohne weitere Infos einfach ans Tierheimtor gebunden. Wir hoffen, dass aufgrund des Fotos des Tieres vielleicht die Besitzer ermittelt werden können, falls diese aus dem Landkreis Miesbach stammen sollten.


11.08.2010

Ferienprogramm im Tierheim

Am Mittwoch, 11.08.2010 startete wie jedes Jahr unser Ferienprogramm für Kinder. Viele Kinder waren gekommen, um das Tierheim mit seinen Bewohnern zu besuchen und nützliche Tipps von der Mitarbeitern für den Umgang mit Tieren und deren Haltung zu erhalten.


27.07.2010

Tag der offenen Tür im Tierheim Rottach-Egern im Juli 2010

Am Samstag den 17.07.2010 fand unser Tag der offenen Tür im Tierheim statt.

Dauer der Veranstaltung war: 13:00-17:00 Uhr

Trotz des durchwachsenen Wetters fanden viele Tierfreunde den Weg ins Tierheim. Beim Malwettbewerb hatten die Kinder viel Spaß und durften ihr Lieblingstier malen. Der Wettbewerb war eingeteilt in die Altersklassen 6-9 Jahre, sowie 10-12 Jahre. Es gab 3 Preise pro Gruppe.

Der erste Preis war eine Familienkarte in den Wildpark Poing

Als zweiten Preis gab es je eine DVD

Als dritten Preis jeweils einen Malkasten

Von den geplanten Aktionen musste das Eselreiten für Kinder sowie die Vorführung der Bergwacht aufgrund des schlechten Wetters leider abgesagt werden. Der Flohmarkt war gut besucht, ebenso die beiden Infostände.

Zum ersten Mal gab es dieses Jahr ein rein vegetarisches und veganes Buffet, damit der Tierschutzgedanke konsequent in die Tat umgesetzt werden konnte. Ein sehr umfangreiches Angebot an flleischlosen Gerichten konnte die großen als auch die kleinen Gäste überzeugen! Alle Speisen waren selbstverständlich frisch und selbstgemacht!

Folgende Speisen wurden angeboten:

  • Gemischter Antipastiteller (gegrillte Zucchini, Auberginen, Paprika jeweils in Knoblauchöl eingelegt), Humus (Kichererbsencreme mit Knoblauch und orientalischen Gewürzen) sowie Griechisches Zaziki (Joghurt mit Knoblauch, Gurken, Olivenöl und Gewürzen) mit knusprigem Fladenbrot
  • Vegetarische Hotdogs mit 3 verschiedenen Soßen zur Wahl
  • Gemüsepflanzerl mit Kartoffelsalat
  • Großes Kuchenbuffet mit Kaffee
  • Diverse Getränke

Wir bedanken uns herzlich bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, sowie den Firmen die unseren "Tag der offenen Tür 2010" ermöglicht haben!

  • Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee
  • Bäckerei Tremmel
  • Bäckerei Perkmann
  • Wildpark Poing

Erstmalig wurde auch unser Tierheimkalender für das Jahr 2011 vorgestellt. Der Kalender zeigt ausschließlich Außenaufnahmen von unseren Tierheimbewohnern, ist viersprachig und zusätzlich mit den Mondphasen versehen!

Der Tierheimkalender kann ab sofort im Tierheim für € 9,95 gekauft werden.

Anbei ein paar Schnappschüsse von unserer Veranstaltung

Das Tierheimteam und alle freiwilligen Helfer präsentieren stolz das neue T-Shirt des Tierheims Rottach-Egern. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an alle Helfer!

Reihe oben von links nach rechts: Regine Moorhagen, Sebastian, Klaus, Annemarie Gliewe, Kerstin Lühr, Bettina Eicher, Claudia Glanz, Markus Glanz, Claus Hehnle

Reihe unten: Uschi Meyer, Brigitte Sollacher, Antonia Lühr, Jenny Greif, Thomas Heydock

Uschi und Brigitte beim Infostand vor dem Hundhaus

Frau und Herr Glanz beim großen Kuchenbuffet

Die Kinder beim Malwettbewerb "Male Dein Lieblingstier"

Wer mag wohl den ersten Preis gewonnen haben?

Besucher im Hundeauslauf

Frau Eicher und die 1. Vorständin, Frau Lampl, bewundern den neuen Tierheimkalender für das Jahr 2011!


21.06.2010

Katzenschutz

Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht

Freilebende Katzen führen meist ein hartes Leben. Um das Problem der immer weiter anwachsenden Katzenpopulationen einzudämmen, schlägt der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen in den Kommunen vor. Gute Erfahrungen gibt es damit bereits in der Stadt Paderborn, die als erstes 2008 eine entsprechende Vorschrift in die Kommunalverordnung aufgenommen hat. Die zuständigen Veterinärbehörden klären dort die Katzenhalter über das Problem der unkontrollierten Fortpflanzung auf. Die Zahl der Kastrationen der Katzen aus privater Haltung hat daraufhin deutlich zugenommen. Neben Paderborn haben auch Düsseldorf und Delmenhorst ihre Kommunalverordnungen bereits ergänzt. Die Mitgliedsvereine werden mit Unterstützung des Dachverbandes aktiv und gehen auf die Bürgermeister zu, um entsprechende Änderungen der Kommunalverordnungen anzuregen. Mit unserer Initiative wollen wir erreichen, dass eine Lösung für dieses gravierende Tierschutzproblem schnell herbeigeführt wird.

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17.06.2010

Vorsicht beim Mähen von Wiesen und Weiden!

Gefahren für Wildtiere durch geeignete Maßnahmen minimieren

Jedes Jahr sterben zahlreiche Wildtiere auf grausame Art und Weise. In den Messern landwirtschaftlicher Mähwerke werden sie regelrecht zerstückelt. Jetzt Mitte Juni sind besonders neugeborene Rehkitze gefährdet, da sie von den Ricken ins hohe Gras abgesetzt werden. Dort suchen sie die Jungtiere in den ersten Wochen nur kurz auf, um sie mit Nahrung zu versorgen. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die Landwirte, durch umsichtiges Verhalten sicherzustellen, dass der grausame Tod von Jungtieren auf der Weide vermieden wird.

Für viele Wildtiere wie Rehe, Feldhasen und Bodenbrüter dienen Felder und Wiesen als Unterschlupf. Doch angesichts der immer früheren und intensiveren Mahd (Mähen) von Grünlandflächen und des Einsatzes von zum Teil sehr schnellen großen Landmaschinen sind die Tiere einer immensen Gefahr ausgesetzt. Tausenden von jungen Wildtieren werden durch die scharfen Klingen der Maschinen schwere Verletzungen zugefügt. Diese enden oftmals tödlich.

Der Verband appelliert daher an alle Landwirte, deren Landmaschinen noch nicht über entsprechende Sensoren zum Aufspüren von Wildtieren verfügen, vor dem Mähen die Felder gründlich zu begutachten und sicherzustellen, dass sich dort keine Tiere mehr aufhalten. Nester von Bodenbrütern können bei einer Begehung durch Förster oder Vogelkundler ausfindig gemacht und markiert werden. Auch die Wahl der Mähtechnik und die Schnitthöhe sind wichtige Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Zudem ist es ratsam, Wiesen und Weiden immer von innen nach außen zu mähen, um Fluchtmöglichkeiten zu bieten. Am Tag vor dem Mähen können die Tiere durch Stangen mit flatternden Tüchern oder auch Blinklampen gewarnt werden. Die Muttertiere nehmen die Störung wahr und verlassen mit ihren Jungen das Feld. Vor dem Mähen können Tiere auch durch akustische Signale von den entsprechenden Wiesen vertrieben werden. Dazu eignen sich zum Beispiel Flatterbänder, die bei Wind entsprechende Geräusche machen. Im Handel sind darüber hinaus Schutzvorrichtungen für die Maschinen erhältlich, die zusätzlich helfen können, die Tiere vor einem qualvollen Tod zu bewahren.


01.06.2010

Heute wurde unser lieber Pointer Rüde Cahrou vermittelt.

Der 7,5 Jahre alte Rüde war über 15 Monate bei uns und hatte auch zuvor einen Großteil seines "Hundelebens" in Tierheimen verbracht...

Wir alle freuen uns für Cahrou, als auch für seine neuen Menschen, die sicher sehr viel Freude mit dem sensiblen Vierbeiner haben werden.


31.05.2010

Großzügige Spende an das Tierheim Rottach-Egern von Frau Kerstin Lühr

Wir bedanken uns ganz herzlich für diese tolle Spende an unser Tierheim!


09.05.2010

Tiere brauchen Schutz

Film des Deutschen Tierschutzbundes: Denkanstöße zum Tierschutz

Der Deutsche Tierschutzbund und seine Mitgliedsvereine behandeln eine Vielfalt von Tierschutz-Themen: Uns ist die gute Haltung von Tieren im Privathaushalt genauso wichtig wie die von Tieren in der Landwirtschaft, der Schutz von Tieren in freier Natur ebenso wie der von Tieren in Versuchslaboren.

Der Deutsche Tierschutzbund und seine Mitgliedsvereine behandeln eine Vielfalt von Tierschutz-Themen: Uns ist die gute Haltung von Tieren im Privathaushalt genauso wichtig wie die von Tieren in der Landwirtschaft, der Schutz von Tieren in freier Natur ebenso wie der von Tieren in Versuchslaboren.

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13.04.2010

Entwürdigt. Entstellt. Entsorgt. Tiere in Versuchen

Rund 2,6 Millionen Nager, Kaninchen, Hunde, Katzen und Affen werden pro Jahr in deutschen Labors bei Tierversuchen eingesetzt. Ihr Erbgut wird manipuliert, sie werden aufgeschnitten, künstlich krank gemacht oder quälend langsam vergiftet. Wenn sie nicht mehr gebraucht werden, landen die Tiere im Müll. Seit Jahren setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für ein Ende dieser Tierversuche ein.

Dieses Jahr wird die neue EU-Versuchstierrichtlinie verabschiedet, und die Bundesregierung muss deren Bestimmungen anschließend durch eine Änderung des Tierschutzgesetzes in nationales Recht umsetzen. Um dabei einen maximal möglichen Schutz für Versuchstiere in Deutschland zu erreichen, startet der Deutsche Tierschutzbund jetzt eine neue Kampagne - den Tierversuchsprotest. Auch mit Blick auf den Internationalen Tag des Versuchstiers am 24. April machen wir uns stark gegen diesen Missbrauch von Tieren.

Den vollständigen Bericht lesen auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes (bitte klicken)


12.04.2010

Missstände: Schlachtung

Mit welchen Methoden und unter welchen Bedingungen Tiere geschlachtet werden dürfen, ist in Deutschland und in der EU gesetzlich geregelt. Die letzte Änderung des deutschen Gesetzes stammt aus dem Jahre 2004. Das europäische Recht wurde 1993 zuletzt geändert. Seit damals gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Schlachten und es sind Fortschritte in der technischen Entwicklung von Schlachtanlagen erzielt worden. In vielen EU-Mitgliedstaaten hat sich außerdem auch ein stärkeres Bewusstsein für Fragen des Tierschutzes entwickelt.

Um ein zeitgemäßes, EU-einheitliches Schlachtrecht zu schaffen und unter anderem auch Tierschutzaspekte stärker zu berücksichtigen, hat die EU-Kommission im September 2008 den Entwurf für eine neue EU-Schlachtverordnung vorgelegt. Nach einigen Änderungen wurde der Gesetzestext im Juni 2009 vom Ministerrat angenommen, 2013 soll die Verordnung in Kraft treten. Die Verordnung enthält zwar einige positive Aspekte, aber insgesamt reichen die Regelungen nicht aus um für die Tiere wirklich eine Verbesserung zu bewirken. Die Einführung des neunen EU Rechts kann zu einer Verschlechterung der Bedingungen auf deutschen Schlachthöfen führen.

Missstände werden toleriert Auch wenn sich die Situation in vielen Schlachtbetrieben in den letzten Jahren verbessert hat, so ist sie nicht generell zufriedenstellend. Selbst das bei uns geltende Recht verhindert keine Missstände, wie Besuche des Deutschen Tierschutzbundes auf verschiedenen deutschen Schlachthöfen zeigten. Obwohl diese Besuche jeweils in Absprache mit den Schlachthöfen erfolgten, gab es immer wieder Grund zu Kritik. Häufig wurden Missstände vom Personal nicht als solche erkannt und fortgeführt oder sie waren bekannt, wurden aber toleriert. Entgegen den landläufigen Erwartungen war keineswegs sichergestellt, dass die Tiere in kleinen, kommunalen Betrieben besser behandelt wurden als in Großanlagen.

Den vollständigen Bericht lesen auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes (bitte klicken)


 

07.04.2010

Heute wurde ein Rabe ins Tierheim gebracht, der einen verletzten Flügel hat. Der Vogel saß verletzt in Enterrottach auf der Straße und wurde von unseren Mitarbeitern eingefangen. Das Tier wurde umgehend tierärztlich mit Antibiotika versorgt und verweilt nun in einer großen Voliere, bis er demnächst hoffentlich wieder ausgewildert werden kann. Unser Rabe mit dem Namen "Paulinsche" hat großen Hunger und liebt das Katzenfutter, welches ihm täglich gereicht wird...


03.04.2010

Bericht des Miesbacher Merkur vom 03.04.2010 zur Jahreshauptversammlung 2010 des Tierschutzvereines Tegernseer Tal e.V.

Bitte hierfür auf den nachfolgenden Link klicken:

Merkur Online


01.04.2010

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2010

Am Mittwoch, den 31. März 2010 fand um 19:00 Uhr im Gasthof Köck in Gmund die Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereines Tegernseer Tal e.V. statt.

Die Tagesordung war:

1. Begrüßung und Eröffnung

2. Finanzbericht

3. Geschäftsbericht

4. Bericht des Rechnungsprüfers

5. Entlastung des Vorstandes

6. Bericht über das Tierheim

7. Verschiedenes

Als Besonderheit ein Bildervortrag von Gerhard Kinshofer, Kreisgruppenvorsitzender "Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V." Titel: Naturschutz und Gewässernutzer (Erfolgsmodell Seehamer See)


23.03.2010

Kein Ei aus Quälerei (Pressebericht des Deutschen Tierschutzbundes)

Mit unserer Lobbyarbeit und der Kampagne "Kein Ei aus Quälerei" setzen wir uns seit Jahren für ein Verbot der grausamen Käfigbatterien für Legehennen ein. Als ersten Erfolg konnten wir erreichen, dass Eier im Handel entsprechend ihrer Herkunft gekennzeichnet werden. Seit Januar 2004 müssen alle Eier mit einem Zahlencode versehen sein, der unter anderem Auskunft über das Haltungssystem der Legehennen gibt. Seit Juli 2005 gilt dies auch für die auf Wochenmärkten lose angebotenen Eier.

Eierkennzeichnung

Die Eier werden mit einem Code gekennzeichnet, zum Beispiel:

1 DE-23457

Die erste Ziffer steht dabei für das Haltungssystem:

0 = Eier aus ökologischer Erzeugung

1 = Freilandhaltung

2 = Bodenhaltung

3 = Eier aus Käfighaltung

Anschließend folgt der Ländercode, der besagt, woher das Ei stammt - zum Beispiel DE für Deutschland. Auf den Ländercode folgt die Identifizierungsnummer, die den Betrieb codiert.

2001 hatten Bundesrat und Bundestag zudem beschlossen, die Käfighaltung von Legehennen ab 2007 zu verbieten. Die entsprechende Verordnung trat 2002 in Kraft. Doch die Eierindustrie ignorierte die Entscheidung. Einige Bundesländer versuchten kontinuierlich, das Verbot wieder rückgängig zu machen und hatten Erfolg. Am 7. April 2006 hat der Bundesrat entschieden, das Verbot der Käfighaltung von Legehennen, das ab dem 1. Januar 2007 gelten sollte, außer Kraft zu setzen.Nach gültiger Rechtslage sind herkömmliche Käfige von 2009 an grundsätzlich verboten, erlaubt ist jedoch ein neuer Käfigtyp, der auch beschönigend als "Kleingruppenhaltung" bezeichnet wird.

Millionen Bürger haben unsere Kampagne gegen die grausamen Legebatterien unterstützt. Gilt deren Votum überhaupt nichts gegen die Interessen der Eier-Industrie?

Verbraucher haben die Macht

"Kein Ei aus Quälerei" ist das Motto unserer Aufklärungskampagne, die ihren Höhepunkt jeweils um die Osterzeit hat. Wir machen auf die Tierquälerei in der Käfighaltung aufmerksam und informieren über tiergerechtere Haltungssysteme und über die Eierkennzeichnung. In der Presse und an Informationsständen rufen wir zum Verzicht auf Käfigeier auf. Diese und viele ähnliche Aufklärungsaktionen tragen dazu bei, dass die Nachfrage nach Eiern aus tiergerechten Haltungssystemen stetig zunimmt.


23.03.2010

Verbraucher haben die Macht: "Tierfreundlich und regional einkaufen "!

Als Verbraucher bestimmen wir tagtäglich mit, welche Produkte auf den Markt kommen, welche Herstellungsverfahren eingesetzt und welche Waren aus dem Ausland importiert werden.

Was kein Verbraucher kauft, wird sehr schnell wieder aus den Regalen verschwinden. So gehören zum Beispiel Eier aus Freiland- und Bodenhaltung zum gängigen Angebot in den Supermärkten.

Mit dem Kauf von Fleisch aus artgerechter Haltung und kurzen Transportwegen der sogenannten Schlachttiere tut man etwas für die Gesundheit und unterstützt ausserdem die ansässigen Landwirte. Wer auf Fleisch nicht ganz verzichten möchte, hat somit eine vernünftige Altenative.

Nur durch eine verstärkte Nachfrage nach regional vermarkteten Produkten kann der Handel ermutigt werden, solche Lebensmittel auch in das Verkaufsprogramm aufzunehmen.

Im Landkreis Miesbach findet z. B. jeweils Donnerstag vormittag der Wochenmarkt in Miesbach (unterer Marktplatz) und freitags von 13 bis 18 Uhr der Bauernmarkt in Gmund (Volksfestplatz) statt. Hier finden Verbraucher ein breites Angebot von Fisch, Käse, Eier, Gemüse, Obst, Brot (u.a. Miesbacher Landbrot) Blumen, Feinkost, Fleisch (u. a. Regionalvermarktung Miesbacher Land) und vieles mehr.

Bäckereien und Metzgereien haben ihr Angebot den Verbraucherwünschen angepasst, teilweise werden auch regional vermarktete Lebensmittel in der einheimischen Hotellerie und Gastronomie verarbeitet. Darüberhinaus vermarkten einige Landwirte ihre Lebensmittel auch direkt über ihren Hofladen.


26.02.2010

Anti-Pelz-Kampagne: Pelz tötet

Auch wenn die Pelzmodeindustrie im Winter alljährlich ihre PR-Maschinerie anwirft, um die Zustände schönzureden: An den grausamen Methoden der Jagd und Haltung von Pelztieren hat sich nichts geändert. Pelzmode bleibt Qualmode. Aber: Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen, die Situation der Wildtiere, die ihres schönen Felles wegen leiden und sterben müssen, zu verbessern. Proteste und Verbraucherboykott haben vielerorts in Europa bereits zum Rückgang der Pelztierzucht oder gar zu deren Verbot geführt.

Der Handel reagiert Viele Handelsketten haben erklärt, auf Pelzmode und Pelz-Accessoires in ihrem Angebot zu verzichten. Die Konzerne sehen sich hierbei oft in einer gesellschaftlichen Verantwortung, die auch den Tierschutzgedanken umfasst, oder sie reagieren auf Kundenbefragungen.

Hier zeigt sich: Die Verbraucher haben die Macht. Eine Liste der Warenhäuser und Handelsketten, die keine Pelze mehr anbieten, finden Sie über den Link unten.

Weitere Infos gibts direkt auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes!


17.02.2010

Im Tierheim bahnt sich die nächste Hasenabgabewelle an!

Allein in den letzten paar Wochen wurden 5 neue Kaninchen ins Rottacher Tierheim gebracht. 11 weitere Tiere sollen in der letzten Februarwoche evtl. bei uns abgegeben werden, so dass unsere derzeitige Kapazität an Plätzen für diese kuschligen Vierbeiner schon fast wieder erschöpft ist. Eines unserer größeren Hasenzimmer ist bereits seit Herbst mit 10 jungen Igeln belegt und in einem weiteren großen Käfig haben eine Mäusefamilie mit einem Siebenschläfer ihr vorübergehendes Zuhause gefunden.

In der Winterzeit müssen die Nager in unserem relativ kleinen Nagerhaus untergebracht werden, was sehr schnell zu Engpässen führt, da wir die Tiere in der kalten Zeit in keines unserer Freilaufgehege lassen können. Die Igel, den Siebenschläfer und die Mäuse können wir vor Ende April nicht auswildern!


06.02.2010

Homepage weiterhin sehr gut besucht!

Allein 2009 hatten wir über 60.000 "Einzelbesucher" auf unserer Website und bereits im Januar 2010 konnten knappe weitere 10.000 Besucher gezählt werden.

Durch unseren Internetauftritt ermöglichen wir Tierinteressenten regional, wie auch überregional sich einen Einblick über die Arbeit rund um den Tierschutz zu verschaffen. Für Verbesserungsvorschläge und Anregeungen sind wir jederzeit offen!

Sollten Sie sich für eines unserer Tiere interessieren, dann kommen Sie doch einfach mal persönlich vorbei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Besuchszeiten: Montag bis Freitag 11:00 bis 13:00 Uhr


04.02.2010

EHREANMTLICHE HELFER GESUCHT!

Der Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V. sucht für das Tierheim Rottach-Egern ehrenamtliche Tierfreunde, die unsere Tierpfleger gelegentlich bei der Arbeit unterstützen möchten. (Bitte für weitere Infos hier klicken: PDF)


04.02.2010

Anbindehaltung von Pferden

Der Deutsche Tierschutzbund hat eine Strafanzeige gegen eine Reitschule in Bayern gestellt. Elf Schulpferde, auf denen Reitschüler das Reiten erlernen, stehen dort angebunden in Ständern. Bei der Anbindehaltung sind die Pferde in engen Ständern angebunden. Die Pferde können sich lediglich ablegen und aufstehen, aber weder können sie sich frei bewegen oder wälzen, noch ausgestreckt liegen. (Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite des Deutschen Tierschutzbundes)

Hühnermast

Mehr als 61 Millionen Hühner werden derzeit in deutschen Ställen gemästet. Da man die Tiere nur wenige Wochen lang mästet, sind in einem Jahr mehrere Mastdurchgänge möglich. An die 590 Millionen Hühner werden hierzulande in einem Jahr geschlachtet. In der Europäischen Union sind es etwa fünf Milliarden. (Weitere Infos dazu gibt es auf der Seite des Deutschen Tierschutzbundes)


03.01.2010

Neu!

Podcast des Deutschen Tierschutzbundes zum Jahreswechsel

Im Video-Podcast gibt der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, einen Ausblick auf Tierschutz-Themen für 2010.

Die Tierschutznachrichten des Deutschen Tierschutzbundes


02.01.2010

Auch in diesem Jahr wurden wieder viele Tiere durch die "Sylvesterknallerei" verschreckt

Der Tierschutzverein Tegernseer Tal e.V. bekam in der Zeit von 01.01.2010 bis 02.01.2010 über 10 Vermisstenmeldungen zu entlaufenen Hunden, die in der Sylvesternacht verschreckt wurden.

Einige der Tiere konnten mittlerweile aufgefunden und an ihre Frauchen und Herrchen zurück gegeben werden.

Bitte lesen Sie dazu auch unbedingt den nachfolgenden Artikel des Deutschen Tierschutzbundes!


28.12.09

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes zum Thema Sylvester

Tierlieb ins neue Jahr ohne wilde Böllerei: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen

Außergewöhnliche Lautstärke und heftiges Knallen zum Jahreswechsel sind für viele Menschen ein tierisch-schönes Vergnügen - aber nur für sie. Haustiere und Wildtiere leiden an Silvester unter extremen Geräuschbelästigungen, hervorgerufen durch Böller, Raketen und Co. Tierhalter sollten ihren tierischen Lieblingen deshalb in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit schenken und geeignete Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Zudem appelliert der Deutsche Tierschutzbund an Alle, auf Tiere in der Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen und, wenn überhaupt, nur weit entfernt von Haushalten mit Tieren zu „böllern". Menschen, die mit ihren Tieren feiern, rät der Verband, „knallerfreie Zonen" einzurichten.

Grundsätzlich gilt: alle Tiere reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Der plötzlich auftretende, ungewohnte Lärm in der Silvesternacht - und vielfach auch schon in den Stunden zuvor - versetzt sie in Angst und Schrecken. Er kann zu Gehörschäden und Traumata führen. Daher sollte überall dort, wo Tiere leben, auf laute Feiern und auf Feuerwerke verzichtet werden.

Bereits einige Tage vor Silvester sollten Tierhalter entsprechende Vorkehrungen treffen: So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen - Unfälle, verursacht durch das verstörte Tier, sind oft die Folge.

Am Silvesterabend sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm ein wenig zu dämpfen. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster und alle anderen Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden. Am besten ist es, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt.

Auch für Wildtiere in Wald und Flur ist der Krach in der Silvesternacht ungewohnt. Deshalb rät der Deutsche Tierschutzbund, auf Feuerwerke am Waldrand, in Waldlichtungen oder Parkanlagen zu verzichten.

Ein Video-Statement von Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zum Jahreswechsel und einen Ausblick auf einige Tierschutzthemen für 2010 finden Sie auf der Podcast-Seite.


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