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Hunde unterm Christbaum

Ganz offen gesagt: Der Welpe unterm Christbaum grenzt in jedem Fall an Tierquälerei, so gut das Geschenk auch gemeint sein mag. Das Hundebaby sitzt plötzlich in einer fremden Umgebung, in einem Inferno aus Licht und Lärm, wird von jedem angefaßt und mit allem möglichen Unsinn gefüttert, dabei will es nur eins: zurück zur Hundemama und - schlafen.

Hunde- oder allgemein Tier-Babies sind kein Kinder-spielzeug, sondern Lebewesen, für die ein sachkundiger Tierfreund die Verantwortung tragen muß. Deshalb sollte die Anschaffung eines Haustieres gründlich bedacht werden.

Das Tier braucht Futter, Körbchen, Zubehör wie Leine etc. und gelegentlich einen Tierarzt, für Hunde müssen Steuern bezahlt und eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Es muß bedacht werden, wer das Tier erzieht, füttert und pflegt, wer täglich mehrmals Gassi geht und es in der Urlaubszeit übernimmt.

Letztendlich müssen alle Familienmitglieder und gegebenenfalls der Vermieter einverstanden sein. Die Unterhaltskosten im Laufe eines Haustierlebens summieren sich schnell, so kann ein Hund in 12 Jahren bis zu 20.000 DM Kosten verursachen, eine Katze in 15 Jahren gut und gern 12.000 DM.

Sogar ein Kanarienvogel bringt es im Laufe von zehn Lebensjahren auf nahezu 1.400 DM, der Goldhamster in etwa drei Jahren auf fast 600 DM. Das alles sollte man sorgfältig abwägen, bevor man sich vorschnell entscheidet und eines Tages feststellt, daß man das Tier wieder abgeben muß.

Dies würde sowohl für die Familie als auch das Tier eine grosse Enttäuschung bedeuten.

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